Singende Kindergartenkinder, eine kurze Ansprache, Bürgermeister, Architekt, Stadträte, die für den offiziellen Spatenstich zu selbigen greifen: Die Bilder am Mittwoch in Illerberg und Donnerstag an der Falkenstraße glichen sich. Was in diesem Fall ein gutes Zeichen ist. Weil es bedeutet, dass es in Vöhringen mit der Kinderbetreuung vorangeht. In Illerberg entsteht eine Kinderkrippe mit zwei Gruppen an der Grundschule, an der Kita Nord in der Falkenstraße kommt ein Anbau hinzu, der unter anderem Platz für eine Mensa mit Kinderküche und eine integrative Kindergartengruppe für bis zu 15 Jungen und Mädchen bieten wird. Der Baubeginn war schon im Juli, am Donnerstag erfolgte der offizielle Startschuss.

Drei große Baustellen im Bereich Falkenstraße

Derzeit wird im Bereich der Falkenstraße so viel gebaut, dass die Grundschüler sogar Umwege laufen müssen: Neben der Kita entsteht das neue Illersenio-Altenheim und auch ein neuer Schulsportplatz wird angelegt. Etwa ein Jahr wird es dauern, bis der Anbau an die Kita fertig ist, berichtete Timo Söhner vom städtischen Bauamt. Dann sind die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen: Es folgt die Sanierung des inzwischen 60 Jahre alten Bestandsgebäudes, die noch einmal ein Jahr in Anspruch nehmen wird. 3,8 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten, davon kommen gut 1,3 Millionen als Zuschuss vom Freistaat Bayern. Wegen der Bauarbeiten ist schon jetzt eine der drei Kindergartengruppen übergangsweise in die Kita Piepmatz ein paar Häuser weiter umgezogen.

Ökologie spielt eine große Rolle

In seiner kurzen Ansprache hob Bürgermeister Michael Neher auch den ökologischen Aspekt des Bauprojekts hervor: Der Anbau erfolgt in einer Holz-Hybrid-Bauweise, auf das begrünte Flachdach kommt eine Photovoltaikanlage, die Heizung wird auf eine Grundwasser-Wärmepumpe umgestellt.
Kitaleiterin Jutta Span, die Erzieherinnen und nicht zuletzt die Kinder sind auf den Fortgang der Baustelle jedenfalls schon gespannt. „Wir sind froh, dass der Bau losgeht“, sagte die Leiterin.