Eine 76-jährige Frau wurde am 5. September Opfer eines Betrugs, der mittels einer Nachricht über eine Messenger-App eingefädelt wurde. Die Seniorin erhielt die Info vermeintlich von ihrer Tochter, die eine neue Telefonnummer hätte. Die Geschädigte wurde durch die vermeintliche Tochter gebeten, eine Rechnung in Höhe einer niedrigen vierstelligen Summe zu begleichen. Die 76-Jährige begab sich daraufhin zu ihrer Hausbank, um die Überweisung zu tätigen. Der Bankangestellte machte die Geschädigte noch auf die Betrugsmasche aufmerksam. Da die Tochter nicht erreicht wurde, wurde die Überweisung trotzdem durchgeführt. Nachdem die Geschädigte ihre Tochter am Abend erreicht hatte, fiel ihr der Betrug auf, weshalb eine Anzeige erstattet wurde.

Diese Tipps gibt die Polizei

Wie können Sie die Nachrichten erkennen?
  • Meldet sich ein neuer, unbekannter Kontakt?
  • Gibt der Kontakt sich als Angehöriger aus?
  • Will er Geld von Ihnen?
  • Kann er angeblich nicht anrufen oder eine Sprachnachricht senden?
Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können: Vorsicht – Betrug!

Welcher Schaden entsteht?

Im laufenden Jahr verzeichneten die Polizeidienststellen des Präsidiums Schwaben Süd/West bereits rund 120 erfolgreiche Fälle. Alleine im August wurden der Polizei 93 Versuche und 19 erfolgreiche Fälle gemeldet. In einem Monat entstand dabei ein Schaden von mehr als 50 000 Euro, im gesamten Jahr mit dieser Masche bereits deutlich mehr als 300 000 Euro.