Betroffene wissen es: Der Kampf gegen den Krebs ist nicht einfach. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Sport und Bewegung eine große Rolle bei der Vorbeugung vor Krebs einnehmen. Studien belegen, dass Menschen, die sich viel bewegen, ihr Risiko an Krebs zu erkranken deutlich senken.

Eine Rolle dürfte dabei auch spielen, dass sich Sportler meist gesund ernähren, wenn überhaupt Alkohol in Maßen konsumieren und vor allem Ausdauersportler auf Nikotin gänzlich verzichten. Auch bei der TSG Leichtathletik gilt das ungeschriebene Gesetz „rauchfrei Sport genießen“ sowie das Motto „Kinder stark machen“.

Stark gegen Alkohol, Drogen und Doping. „Präventionsarbeit, die ganz gut zur bundesweiten Kampagne „Bewegung gegen Krebs“, die vom Deutschen Olympischen Sportbund der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln ausgeschrieben ist, passt“, dachte sich Abteilungsleiterin Sabine Zeller-Rauscher, als sie von der Kampagne, an welche ein Vereinswettbewerb geknüpft ist, erfuhr.

 Kreativität war beim Wettbewerb gefragt. Bei der Münsinger „Leichtathletikchefin“ war’s ein Spontangedanke, der letztendlich jetzt zum Sieg verhalf. Mit ihrem Team und zahlreichen Gästen unter welche sich Kleinkinder, junge Mütter, Väter, Hobbysportler, Leistungssportler, Opas und Omas mischten, setzte sie das Motto 1:1 symbolisch um. Auf der einen Seite der Krebs im feuerroten Kostüm, auf der anderen Seite die Bewegung, die von den rund 100 Läufern, die im Wiesental-Oval ihre Runden liefen, aktiv dargestellt wurde. Als klarer Sieger ging vor rund einem Jahr die Bewegung hervor. Mausetot hingegen lag der Krebs im Gras.

Als Gewinnerin aus der Aktion ging unter anderem auch Sabine Kümmerle hervor. Für die Dottingerin gilt die Aktion, welche im Juli vergangenen Jahres im Wiesentalstadion über die Bühne ging, als Initialzündung für ein gesünderes Leben. Mit 20 Kilo mehr auf den Rippen als jetzt und zwei Walkingstöcken in der Hand rang sie sich zur Aktion durch. Heute ein Jahr später nimmt sie locker flockig an verschiedenen Laufveranstaltungen teil. Kürzlich beim Zehn-Kilometerlauf des Ermstalmarathons, jetzt beim Run in die Ferien und am Samstag beim Crosslauf in Mehrstetten.

Im Februar fand die 47-Jährige durch die Aktion zum Lauftreff, was nicht nur für sie selbst, sondern auch für die  TSG Leichtathletik als wahre Bereicherung gilt. „Eine klasse nachhaltige Aktion“, waren sich die Jury des Vereinswettbewerbs und Imke Hoppe, die Montagabend den Sportartikelgutschein  über 5000 Euro im Wiesentalstadion überreichte, einig. Begeistert zeigte sich Hoppe auch vom Lauftreff, der montags und mittwochs in verschiedenen Leistungsgruppen auf die Strecke geht, weshalb sie sich kurzfristig dazu entschloss, mit den TSGlern eine Runde im Herzen des Biosphärengebietes Schwäbische Alb zu laufen.