Update, 23. April, 13:30 Uhr

Die Sperrung der Bundesstraße wird wohl noch bis in den späten Nachmittag dauern. Die Feuerwehr ist nach wie vor mit der Aufräum- und Bergungsarbeiten beschäftigt. da der Lastzug erst noch entladen werden muss. Die Polizei konnte noch keine genauen Angaben machen, wann die Sperrung wieder aufgehoben werden kann. Allerdings rechnen die Verantwortliche noch mit mindestens drei bis vier Stunden, bis die Strecke wieder frei gegeben werden kann.

Was ist passiert?

Zwischen Zainingen und Feldstetten ist es auf der Bundesstraße 28 am gestrigen Abend zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Nach Polizeiangaben ist ein 40-Tonner umgestürzt. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, die Freiwillige Feuerwehr Römerstein erhielt zunächst Überlandhilfe durch den Rüstzug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Urach, auch der Feuerwehrkran der Feuerwehr Reutlingen kam zur Einsatzstelle. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt-Einsatzfahrzeug vor Ort, ebenso wie die Polizei.

Bundesstraße noch stundenlang gesperrt

Seit gestern Abend ist die Bundesstraße 28 zwischen Feldstetten und Römerstein in beiden Richtungen gesperrt. Grund dafür ist ein Unfall eines Lastkraftwagens, der kurz nach 19 Uhr von Feldstetten kommend auf den unbefestigten Seitenstreifen geraten und daraufhin eine Böschung hinuntergerutscht war.
Lkw-Unfall auf der Bundesstraße 28

Verkehrsunfall Lkw-Unfall auf der Bundesstraße 28

Der Sattelzug kippte daraufhin um und blieb auf der Seite liegen. Der tschechische 57-jährige Fahrer des 40-Tonners konnte sich selbst aus der Kanzel befreien und blieb augenscheinlich unverletzt.

Knapp an der Gemarkungsgrenze

Nach der Alarmierung waren zuerst die Abteilungen der Feuerwehren Römerstein, Reutlingen und Bad Urach ausgerückt, die zogen aber wieder unverrichteter Dinge ab. Warum? „Weil die Straße auf Markung des Landkreises Reutlingen liegt und die Böschung im Alb-Donau-Kreis“, begründete der stellvertretende Kreisbrandmeister Hartmut Holder vom Landkreis Reutlingen das Vorgehen nach der Erstversorgung des Lkw-Fahrers. Das sei so mit seinem Kollegen aus dem Alb-Donau-Kreis, Kreisbrandmeister Ralf Ziegler, abgesprochen gewesen. Deshalb kümmerten sich die rund 40 Feuerwehrmänner und -frauen von den Abteilungen Laichingen, Feldstetten und Blaubeuren um die Unfallstelle.

Polizei sucht Zeugen

Die Unfallursache ist noch nicht bekannt. „In einer langgezogenen Linkskurve kam er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab“, heißt es im aktuellen Polizeibericht. Weiter schreibt das Polizeipräsidium Reutlingen: „Am mit Textilien beladenen Sattelzug entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Der Sattelzug muss durch eine Fachfirma mittels Kran aufwendig geborgen und abgeschleppt werden.

Bergung am heutigen Vormittag

Während der Unfallaufnahme und den Bergungsarbeiten ist die Bundestraße 28 voll gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich über Feldwege umgeleitet. Die komplizierten Bergungsarbeiten wurden in der Nacht unterbrochen und dauern noch an. Die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst waren vor Ort im Einsatz. Zeugen zum Unfallhergang werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Tübingen unter der Telefonnummer (0 70 71) 97 28 510 zu melden.“
Nach aktuellem Stand bleibt die Bundesstraße wohl noch für weitere Stunden gesperrt, da die Bergungsunternehmen bei Tageslicht arbeiten wollen. Ein Ende der Sperrung ist derzeit noch nicht absehbar. Die Polizei empfiehlt derzeit eine Umleitung über die Bundesstraße 465 (Richtung Ulm über Donnstetten, Westerheim und Laichingen).