Am Donnerstagabend hat es in Metzingen eine Suchaktion gegeben. Es wurden von einem stark alkoholisierten 39-jährigen Mann drei Menschen als vermisst gemeldet. Ein Großaufgebot von Rettungskräften von Feuerwehr, DRK, Polizei und Wasserrettung eilte daraufhin vor Ort in den Bereich Lindenplatz/Lindenstraße. Von dort wurde die Einsatz aber dann in die Ermsbrücke in der Stuttgarter Straße auf Höhe des Kauflands verlagert. Hier gingen dann auch Taucher der DLRG ins Wasser.

Suche mit Hubschrauber und Wärmebild

Parallel fahndeten Polizeibeamte an Land nach den angeblich Vermissten. Die erste Person konnte gegen 21 Uhr wohlbehalten zu Hause aufgefunden werden, nicht in der Erms. Die Suchaktion nach den anderen Personen ging noch weiter, ein Polizei-Hubschrauber mit Wärmebildkamera kam zum Einsatz wegen der einbrechenden Dunkelheit. Er suchte die Erms bis zum Riedericher Wehr ab, konnte aber keine Personen in der Erms entdecken. Gegen 22 Uhr wurden schließlich auch die beiden anderen Vermissten telefonisch erreicht.
Wegen der unklaren Angaben der Beteiligten wurden der Sucheinsatz jedoch noch fortgeführt, weil nicht klar, ob nicht womöglich sogar eine vierte Person vermisst würde. Letztlich entpuppte sich die ursprüngliche Vermisstenmeldung allerdings als „Fehlalarm“, um 22.30 Uhr wurde der Einsatz letztlich beendet.

Wer zahlt einen Rettungseinsatz?

Wer bezahlt eigentlich einen solchen Großeinsatz? „Wir werden das intern prüfen“, sagt Polizeisprecher Christian Wörner am Morgen dazu auf Anfrage. Sollte es zu einem bewussten Missbrauch des Notrufes gekommen sein, könnte der Verursacher selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Ist ein Missbrauch nicht nachweisbar, bleiben die Kosten am Steuerzahler hängen. Kein biller Spaß, waren doch insgesamt 18 Fahrzeuge, ein Hubschrauber und 70 Einsatzkräfte vor Ort.

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