In wenigen Wochen schließt das Residenzschloss Urach für einen längeren Zeitraum seine Pforten. Wer den historischen Räumen also noch einen Besuch abstatten möchte, sollte dies bis zum 18. September tun. Das ist der letzte Öffnungstag, danach folgt eine längere Renovierungsphase – die letzte große Renovierung liegt mehrere Jahrzehnte zurück. Insbesondere die technischen Einrichtungen werden in dieser Zeit erneuert, neue Lichtkonzepte sind in Vorbereitung und das gesamte Ausstellungskonzept wird modernen Anforderungen entsprechend gestaltet.
Die Wiedereröffnung ist geplant für Frühjahr / Sommer 2025. In der Zwischenzeit werden die spannenden Geschichten, die das Schloss erzählen kann, für die Besucher neu aufbereitet. Es werden neue, ansprechende Angebote erarbeitet. Das Schloss soll für alle Sinne erfahrbar und zu einem besonderen Ausflugsziel werden.

Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände

Zum Abschied versammeln sich am 18. September noch einmal alle Figuren im Uracher Schloss, die in den vergangenen Jahren den Besuchern spannende Geschichte(n) nahegebracht haben, allen voran Kammermagd Barbara, Dienstälteste seit 19 Jahren, und ihre jüngere Kollegin Marie de Pipelette, die Plaudertasche, die bei Kaffee und Gebäck pikante Histörchen jenseits dem Leuchten der Kristalllüster erzählte. Selbstverständlich gibt auch Putzfrau Rosi ihr Wissen zum Besten und befreit die Schlossgeschichte in ihrer ganz eigenen Art vom Staub der Jahrhunderte.
In ihrem jeweiligen Lieblingssaal erwarten die Damen die Besucher und geben ihre beliebtesten Geschichten zum Besten.
Im Palmensaal geht es zunächst mit Kammermagd Barbara in die Zeit Graf Eberhards und Barbara Gonzagas. Sie lässt die Gäste eintauchen, in eine Epoche, als Urach noch Regierungssitz war und hier das größte Fest gegeben wurde, das Urach jemals gesehen hat. Marie de Pipelette wartet im eleganten Weißen Saal auf und berichtet vom potenten Herzog Carl Eugen und seinen Aufenthalten im Uracher Schloss. Putzfrau Rosi macht in der Schlittensammlung noch einmal richtig sauber, bevor diese für die Dauer der Renovierung ausgelagert wird. Sie unterbricht gerne ihre Arbeit und klärt die Besucher über die Bewandtnis und den Gebrauch der Prunkschlitten auf. Der Goldene Saal bildet den krönenden Abschluss. Dort erfahren die Besucher, was es mit dem Brautbett auf sich hat und welche Umbauten der Saal im Lauf seiner Geschichte über sich ergehen lassen musste. Der Rundgang kann jederzeit im Rahmen der Öffnungszeiten stattfinden.

ÖFFNUNGSZEITEN

Bis einschließlich 18. September: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

PREISE

Erwachsene 4,00 €
Kinder 2,00 €
Familien (2 Erwachsene und Kinder unter 18 Jahren) 10,00 €