Die TusSies Metzingen sind derzeit das Maß aller Dinge in der Handball-Bundesliga Frauen. Kürzlich schoss man den Thüringer HC mit 29:22 aus der Halle, jetzt musste Borussia Dortmund daran glauben. Der Tabellenführer hat sich einen fetten pinken Klecks auf seine bisher blütenweiße Weste geholt. Der 28:24-Erfolg gehört zu den Sternstunden in der TuS-Geschichte.

Schon nach wenigen Minuten ist die Richtung klar

Die TusSies starteten famos, lagen nach sechs Minuten mit 5:1 in Führung. Dortmund konnte im ersten Abschnitt nur mit Gegenstößen glänzen, bei denen Ex-TusSie Kelly Vollebregt eine wichtige Rolle spielte. Beim 9:7 (18.) wurde es eng, bald war der alte Vorsprung aber wiederhergestellt. Mit 14:9 ging es in die Pause. „Wir sind immer ruhig geblieben, haben für alles Lösungen gefunden“ sagte die überragende Maren Weigel.

Alle Dortmunder Maßnahmen verpuffen

BVB-Trainer André Fuhr versuchte einiges, ließ 5:1 später 4:2 decken – alles blieb ohne Ertrag, Kelly Dulfer hielt die Gäste einigermaßen in der Spur, der Rest war schwarz-gelbes Schweigen. „Wir haben immer an uns geglaubt, waren auf allen Positionen überragend“, sagte Torhüterin Madita Kohorst, die derzeit in der Form ihres Lebens ist. 15 Paraden hatte sie auf dem Zettel, dort tauchten im übrigen auch 18 Fehlwürfe seitens der TusSies auf. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie es den Dortmunderinnen ergehen hätte können.

Bo van Wetering knallt die pinke Kirsche auf die Sahne

Maren Weigel traf sieben Mal, fünf Treffer waren Marlene Zapf, Simone Petersen und Bo van Wetering beschieden. Letztere sorgte für das Highlight, als sie in einer 4:6-Unterzahl den pinken Turbo zündete und ganz Dortmund uralt aussehen ließ, in der 58. Minute zum 26:21 traf. Da wackelten in der Öschhalle längst die Wände, was nach dem 28:24 am Schluss noch leicht gesteigert wurde. Da bebte das ganze Gebäude..