Die Atmosphäre war locker, wozu im Foyer des Bürgerzentrums Prisma die Band der Jugendmusikschule beitrug und die fürsorgliche Bewirtung. 24 Freiberger Vereine präsentierten sich den „Neuen“ und warben damit kräftig um weitere Mitglieder: der Musikverein/Stadtkapelle und der Turn- und Sportverein, der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Tanz- und der Tennisclub, die evangelische Kirche und der Krankenpflegeverein. Um nur einige zu nennen.
 Bürgermeister Dirk Schaible begrüßte seine Neubürger und lobte gleichzeitig in seiner Willkommensrede die Vereinsvertreter für ihren samstäglichen Einsatz. Aus diesem Grund rückte er auch das rege Vereinsleben in der „Feschtlesstadt“ Freiberg ins rechte Licht. Bei mehr als 80 Vereinen, wovon allein 30 Sportvereine seien, müsse doch für jeden  etwas Geeignetes dabei sein, meinte er, bevor er auf die immer noch junge Geschichte seiner Stadt einging. Denn die war 1975 im Zuge der Gemeindereform  aus den drei Dörfern Beihingen, Geisingen und Heutingsheim entstanden.

Neubau steht bevor

 Besonders stolz ist Schaible auf die gute Infrastruktur Freibergs, die nicht nur über ein ausreichendes Betreuungsangebot in sechs Kindergärten verfügt, sondern auch über drei Grundschulen und das Oscar-Paret-Bildungszentrum  mit allen weiterführenden Schulen (Werkrealschule, Gemeinschaftsschule und Realschule) bis zum Gymnasium. Gerade dieses Schulzentrum soll in den nächsten Jahren einem Neubau weichen, weshalb auch dessen preisgekröntes Modell in der Mitte des Foyers bei den Besuchern reges Interesse hervorrief.
 Für die inzwischen rund 16 000 Einwohner könne  die Stadt auch eine sehr gute Infrastruktur vorweisen, berichtete Schaible, die vom reichhaltigen Kulturangebot (Volkshochschule, Prisma, Kelter) bis zu vier Städtepartnerschaften mit Soisy (Frankreich), Ujhartian (Ungarn), Erzin (Türkei) und Roßwein (Sachsen) reiche. Dass Freiberg seit drei Jahren sogar über eigene Stadtwerke mit zunehmender Kundschaft verfüge, ließ der Bürgermeister nicht unerwähnt. Zumal „Fanergie“ an diesem Samstag auch mit einem eigenen Stand im Prisma vertreten war.

700 Einladungen

 Veranstalterin Birgit Haiart von der städtischen Hauptverwaltung „Kultur und Bildung“ hatte zu dieser Veranstaltung insgesamt 700 im Vorjahr Zugezogene eingeladen, 90 hatten sich dann  tatsächlich angemeldet, was laut Haiart dem jährlichen Durchschnitt entsprach. Dass diesmal am Ende sogar weit mehr Menschen den Raum füllten, gefiel vor allem Bürgermeister Schaible. Und natürlich auch den Vereinsvertretern.