Im November wurde die Tammer Firma Marabu Opfer einer Cyber-Attacke. Mittels eines sogenannten Verschlüsselungstrojaners sollte Geld von dem Hersteller von Siebdruck-, Digitaldruck- und Tampondruckfarben sowie Kreativfarben erpresst werden. Marabu zahlte nicht und fuhr alle seine Server herunter. Danach sollte eine Neustrukturierung der Internet-Absicherung erfolgen. „Wir haben Firewalls und Ransomware-Filter zwischen allen Niederlassungen aktiviert und verbessert. Zusätzlich laufen sogenannte Eindringling-Detektion- und Prävention-Filter, die den Netzwerkverkehr nach schnellem Erkennen automatisch stoppen“, erklärt Stefan Würtemberger, Vize-Präsident „Information Technology“ bei dem Unternehmen. Außerdem habe man Systeme, die jeden einzelnen E-Mail-Anhang auf Schadsoftware testen.

Schulungen sind wichtig

Bei zukünftigen Schutzmaßnahmen befinde man sich bei Marabu noch in der Konzeptionsphase. Sicher sei aber, dass es noch einige Schulungen zum Thema Cyberkriminalität geben wird. Der IT-Fachmann rät anderen Unternehmen, frühzeitig einen Notfallplan zu erstellen und die Mitarbeiter zu schulen. Leider gebe es aber keine 100-prozentige IT-Sicherheit.
Verschlossener zeigt sich da etwa Breuninger. Das Unternehmen betreibt ein Waren- und Dienstleistungszentrum im Eichwald und möchte selbst nicht preisgeben, wie man sich dort vor Cyber-Attacken schützen: „Bedauerlicherweise können wir Ihnen diesmal leider keine Informationen hinsichtlich Ihrer Fragen zukommen lassen, da wir uns zu sensiblen Themen dieser Art grundsätzlich nicht öffentlich äußern“, beantwortet Sandra Ortgiese von der Unternehmenskommunikation eine BZ-Anfrage. Das Bietigheimer Unternehmen Dürr konnte bis Redaktionsschluss ebenfalls eine Anfrage nicht beantworten.