Letztes Signal bei Seewald-Erzgrube: Biker im Nordschwarzwald vermisst – Partnerin ruft zur Mithilfe auf

Auch an Hubschrauber war an der Suche beteiligt.
Weigel/dpa (Symbolbild)- Ein 53-jähriger Biker aus Weil der Stadt blieb nach einer Tour spurlos verschwunden.
- Letztes Handysignal: Donnerstag gegen 9 Uhr nahe Nagoldtalsperre bei Seewald-Erzgrube.
- Polizei suchte das Funkmast-Gebiet ab – keine Unfallspuren, keine weiteren Hinweise.
- Suche der Beamten beendet, Ermittlungen ausgeschöpft – Bevölkerung soll Hinweise melden.
- Partnerin schließt ein Absetzen aus und vermutet einen Unfall; Honda-Kennzeichen: BB KT 32.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Patrick Thömmes aus Weil der Stadt ist am vergangenen Donnerstag, 4. Juni, zu einer Motorradtour aufgebrochen. Mit seiner schwarzen Honda SC60 sei er gerne in den Schwarzwald gefahren, berichtet seine Partnerin Alexandra Kühne in den sozialen Medien. Sie ist verzweifelt: Denn von seiner Tour kehrte der 53-Jährige, der mit einer schwarzen Motorrad-Kombi und einem schwarzen Helm unterwegs war, nie mehr zurück.
Sein Handy loggte sich am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr letztmals in das Mobilfunknetz ein – und zwar in der Nähe der Nagoldtalsperre bei Seewald-Erzgrube (Kreis Freudenstadt). Das bestätigt Yvonne Schächtele, Sprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, der SÜDWEST PRESSE. Sie sagt am Dienstagvormittag, 9. Juni: „Er gilt nach wie vor als vermisst.“
Mehrere Optionen werden in Betracht gezogen: Hatte der Mann einen Unfall und ist in dem bewaldeten Gebiet von der Straße abgekommen? Hat er sich abgesetzt? Letztere Ansicht teile sie nicht, so Alexandra Kühne, das „widerspricht voll dem Wesen meines Partners“. Sie glaube an einen Unfall. „Mein Partner fährt sehr gern einsame Straßen.“
Polizei hat die Suche eingestellt
Die Polizei hat „alles, was an Maßnahmen machbar war, gemacht“, sagt Schächtele. Die Polizei habe alles abgesucht, das ganze Gebiet, das den betreffenden Funkmast umfasst, aber weder Spuren eines Unfalls noch andere Hinweise auf Patrick Thömmes Aufenthaltsort gefunden, weshalb die Suche seitens der Beamten nun beendet sei.
Die Sprecherin: „Unsere Ermittlungsmöglichkeiten sind irgendwann ausgeschöpft, weil wir keine Hinweise haben, wo wir noch suchen könnten.“ Kühne teilt mit, dass am Montag, 8. Juni, auch noch der Laptop des Vermissten ausgewertet werden sollte. Was die Auswertung gebracht hat, darüber könne sie jedoch bislang keine Auskunft geben, so Schächtele.
Hinweise aus der Bevölkerung erhofft
Kühne berichtet, dass sich auch Hundestaffeln, die Bergwacht und das aus dem Fernsehen bekannte Ermittlerteam „Die Trovatos“ beteiligen. Menschen, die über Facebook auf die Suche aufmerksam wurden, helfen ebenfalls mit: „Ich habe (...) drei Stunden die Gegend um die Erzgrube mit allen kleinen Nebenstraßen abgesucht, es gibt einige Stellen, die im Kurvenbereich ohne Leitplanke mit steilem Gelände behaftet sind“, schreibt ein Mann unter Kühnes Beitrag. Andere teilen Polizeiberichte von Unfällen mit Motorradfahrern, doch es stimmt keiner überein.
Die schwarze Honda hatte nach Auskunft von Kühne das Kennzeichen „BB KT 32“. Es seien bei der Polizei auch schon zwei Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die aber nicht zu dem Vermissten führten, erzählt Schächtele. „Wenn jemand aus der Bevölkerung irgendwas sieht, Reifenspuren oder eine Schneise in den Wald, bitte die 110 anrufen“, rät die Polizeisprecherin.