Zu dem tragischen Zugunglück, das sich am Dienstag um 16.30 Uhr am Bisinger Bahnhof ereignet hat, liegt nun der offizielle Unfallbericht der Bundespolizeiinspektion Konstanz vor.
Demnach stand der Mann, der am Bahnhof Bisingen, zwischen Hechingen und Balingen, von einem Interregioexpress erfasst wurde, unter Alkoholeinfluss.

20-Jähriger liegt schwer verletzt in der Klinik

Der 20-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und durch Rettungskräfte in das Balinger Krankenhaus gebracht. Wie schwer die Verletzungen sind, ist momentan noch nicht genau einzuordnen. „Wir konnten den Mann noch nicht vernehmen“, sagt Bettina Stahl von der Bundespolizeiinspektion Konstanz.
Sobald der 20-Jährige vernehmungsfähig ist, erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse darüber, wie und aus welchen Gründen er in den Gleisbereich geraten war.
Momentan stütze sich der Bericht über den Unfallhergang vor allem auf Augenzeugenberichte. Eine Augenzeugin müsse noch vernommen werden. „Diese Berichte müssen wir verifizieren und einfließen lassen, um den genauen Hergang nachvollziehen zu können“, erklärt die Polizeisprecherin.
„Der herannahende Interregioexpress hat eine Kollision trotz Achtungspfiff und Schnellbremsung nicht mehr verhindern können“, schreibt die Bundespolizeiinspektion.
Davon, dass sich Fahrgäste bei der Schnellbremsung Verletzungen zugezogen hätten, sei momentan nichts bekannt. Es sollen zirka 50 Fahrgäste im Zug gewesen sein, die Hälfte davon sei in Bisingen ausgestiegen.
Der Interregioexpress hätte in Bisingen gar nicht gehalten. Die Fahrgäste wurden von speziell geschulten Mitarbeitern des DRK Ringingen psychologisch betreut.
Keine Angaben kann die Polizei momentan über den Zustand des Lokführers machen. Es stehe jedoch außer Frage, dass so ein Vorfall für den Verantwortlichen am Steuer „immer ein Schock“ sei.
Die eingleisige Zugstrecke zwischen Hechingen und Engstlatt war bis zirka 18.30 Uhr gesperrt. Für die Dauer der Sperrung wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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