Zwei Schwerverletzte hat ein heftiger Auffahrunfall am Mittwochmorgen in Jungingen gefordert. Am Ortseingang der Killertalgemeinde von Schlatt her waren gegen 7.30 Uhr ein VW-Bus und ein Lastwagen heftig aufeinandergeprallt.
Es war der Klassiker, der an dieser Stelle mit unschöner Regelmäßigkeit passiert: Ein 21-Jähriger war kurz nach 7.30 Uhr mit einem Lkw-Gespann auf der Bundesstraße von Schlatt herkommend unterwegs. Am Ortsbeginn von Jungingen übersah der junge Mann einen verkehrsbedingt stehenden Skoda einer 24 Jahre alten Frau. Um einen Auffahrunfall zu verhindern, zog der Lkw-Lenker auf die Gegenfahrspur. Dort prallte sein Lastwagen frontal gegen den entgegenkommenden VW Kleinbus eines 48-Jährigen.
Ein hinter dem VW fahrender, 31 Jahre alter Audi-Lenker konnte rechtzeitig abbremsen, der VW wurde jedoch von dem Lkw-Gespann gegen den nahezu stehenden A4 geschoben. Der 48-Jährige zog sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert werden.
Sein Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf 65 000 Euro geschätzt.

Viele, viele Blechschäden

Der Wintereinbruch hatte die üblichen Folgen: Insbesondere an den Steigungen und in Waldstücken gab es Probleme. Wie immer ein Schwerpunkt war beispielsweise die Strecke zwischen Rangendingen und Grosselfingen. Überwiegend, so gab das Polizeipräsidium Reutlingen zur Auskunft, blieb es bei Blechschäden. Allein bis um 10.30 Uhr hatte man in der Polizeizentrale 48 Unfälle wegen Schneeglätte registriert.

Wohin umleiten?

Einer der heftigsten Unfälle war der in Jungingen. Der hatte die bekannten Folgen: Wenn es im Killertal kracht und die B32 blockiert ist, kommt es zu teilweise heftigen Staus, weil die Umleitungsmöglichkeiten fehlen. Im Falle Jungingen wurde der Verkehr talabwärts über die Hochmeisterstraße geführt. Talaufwärts aber reichte die Schlange mit sehr, sehr vielen Lastwagen über Schlatt hinaus bis zur Abfahrt nach Beuren. Zur Verkehrsregelung war die Feuerwehr Jungingen eingesetzt, die selbstredend beim Unfall selbst gefordert war.