Das Hechinger Medizintechnikunternehmen Bentley hat ein herausforderndes, aber überaus erfolgreiches Jahr 2021 hinter sich. Wie bereits in den vergangenen Jahren war es der Bentley-Geschäftsführung und der Belegschaft gleichermaßen ein Anliegen, einen Teil des gemeinsam Erwirtschafteten für einen guten Zweck zu spenden.
Die diesjährige Spendenaktion eröffnete Bentley-Geschäftsführer Sebastian Büchert zu Beginn des Monats in einer Informationsveranstaltung für alle Mitarbeiter, die in hybrider Form stattfand. Büchert blickte dabei auf ein zweites Jahr in Folge zurück, das wegen der anhaltenden Pandemie unter erschwerten Rahmenbedingungen bewältigt werden musste, und sprach allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank und seinen Respekt dafür aus, wie alle gemeinsam Bentley auf der Erfolgsspur gehalten haben.

4250 Euro Bonus pro Kopf

Ein um 25 Prozent gestiegener Umsatz und die ebenfalls gesteigerte Profitabilität haben es dem Unternehmen erlaubt, den bislang höchsten Mitarbeiterbonus auszuschütten: 4250 Euro Bonus pro Kopf werden mit dem Dezembergehalt überwiesen.
„Wir haben uns das alles zusammen erarbeitet“, sagte Büchert. „Wir sollten aber nicht vergessen, dass es gerade in der Pandemie alles andere als selbstverständlich ist, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Vielen Menschen geht es sehr viel schlechter als uns.“ Deshalb rief er alle Mitarbeiter zur Beteiligung an der Spendenaktion auf.
Diese lief nach dem gleichen Muster ab wie im vergangenen Jahr: Auf freiwilliger Basis konnten Überstunden, Urlaubstage und Geldbeträge gespendet werden. Jede gespendete Überstunde wurde zu jeweils 20 Euro verrechnet, jeder volle Urlaubstag zu 160 Euro. Die Summe der Zuwendungen, inklusive der Geldspenden, wurde von Bentley dann noch einmal verdoppelt.

147 Mitarbeiter machten mit

147 der aktuell 217 Bentley-Mitarbeiter beteiligten sich an der Aktion und spendeten insgesamt 823,5 Überstunden, 567,8 Urlaubsstunden (was ungefähr 71 Urlaubstagen entspricht) und 6084 Euro in bar. Auf diese Weise kam der äußerst erfreuliche Spendenbetrag von 67 821,20 Euro zusammen.
Empfänger der Spenden ist abermals der Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen, dessen Vorsitzender Anton Hofmann an diesem Mittwoch in der vorweihnachtlichen Bentley-Mitarbeiterversammlung zu Gast war, um den Spendenscheck entgegenzunehmen. Bentley-Geschäftsführer Sebastian Büchert sagte bei der Übergabe: „Das Engagement und das Mitgefühl unserer Mitarbeiter berühren mich sehr. Zum wiederholten Mal haben sie unter Beweis gestellt, dass sie ein großes Herz für Kinder und deren Familien haben, die sich in einer sehr schwierigen Lebenssituation befinden.“
Anton Hofmann zeigte sich überwältigt davon, „wie viel Bentley und seine Mitarbeiter schon für uns und unsere wichtige Arbeit für krebskranke Kinder geleistet haben“. Das ganze Unternehmen zeige „eine tolle Haltung“ und unterstütze den Förderverein seit Jahren in außergewöhnlicher Weise.

Für die Survivor-Sprechstunde

Verwendet werden die Spendengelder, wie Hofmann darlegte, für drei Dauerprojekte des Fördervereins: die Survivor-Sprechstunde, in der von Krebs genesene Kinder und Jugendliche auch noch als Erwachsene kompetente fachärztliche Hilfe bei gesundheitlichen Spätfolgen erhalten; das Projekt „Sport bei Krebs“, das Kindern während der Krankheit und in der Genesungsphase dabei hilft, ein neues Körperbewusstsein und neues Selbstbewusstsein zu erlangen; und das Programm „Mit mentaler Stärke zurück in ein neues Leben“, das Kinder auf das Leben nach Krebs vorbereitet.
Die Bentley-Mitarbeiter zeigten sich davon überzeugt, dass ihre Spenden an der richtigen Stelle Verwendung finden.

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gespendete Urlaubstage bilden die Basis für die hohe Spendensumme, die Bentley und seine Mitarbeiter dem Förderverein für krebskranke Kinder überreicht haben.