Jährlich werden mit dem Abfallkalender, der an die Haushalte der Städte und Gemeinden des Zollernalbkreises verteilt werden, die Abholtermine für Restmüll, Biomüll, blaue Tonne und gelber Sack bekanntgegeben. Doch gerade in den Sommermonaten können diese Termine manchmal nicht eingehalten werden. Hinzu kommen in diesem Jahr noch weitere Hürden bei den Entsorgungsbetrieben. Wir haben beim Landratsamt nachgefragt.
Bei den aktuellen Verzögerungen der Mülltonnenleerung handelt es sich keinesfalls um Willkür oder fehlerhafte Planung, wie das Landratsamt auf Nachfrage informiert.
„Im Rahmen der öffentlichen Abfuhr werden im Zollernalbkreis regelmäßig rund 130.000 Rest- und Biomüllbehälter entleert“, schreibt Sprecherin Marisa Hahn einleitend, um ein Bild der Dimension zu geben. Und gerade das macht klar, wie sich Ausfälle auf die gesamte Planung auswirken.

Mehrere Gründe für Müllabfuhr-Verzug

Derzeit liege der Verzug am Zusammenspiel mehrerer Gründe, so Hahn. Sie nennt zum Beispiel Personalengpässe aufgrund von Urlaub und gleichzeitigen Krankheitsfällen bei den Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe, die nicht frei haben. Eine Ursache macht sie aber auch „infolge technischer oder logistischer Schwierigkeiten oder aber witterungsbedingt“ aus. Deshalb könne es „immer wieder in einzelnen Gemeinden oder Bezirken zu Verzögerungen im Abfuhrrhythmus kommen“. Einen Schwerpunkt im Zollernalbkreis gebe es nicht.
„In der Regel werden jedoch die Touren innerhalb der nächsten 24 Stunden nachgefahren“, erklärt die Sprecherin weiter. Vereinzelt könne sich derzeit die Leerung der Tonnen jedoch um ein bis zwei weitere Tage verzögern, „da neben den nachzuholenden Leerungen immer die aktuellen Leerungen in anderen Bezirken parallel durchgeführt werden müssen“. In der Kreisbehörde geht man davon aus, dass die Leerungen bis Ende August wieder flächendeckend fristgerecht erfolgen.

Mülltonnen stehen lassen – aber ohne Gehweg zu blockieren

Was aber tun, wenn die Mülltonnen nicht planmäßig geleert wurden? Die Tonnen sollten jedenfalls so lange am Straßenrand stehen bleiben, bis sie geleert sind. „Allerdings so, dass sie den Gehweg nicht blockieren und niemanden gefährden“, unterstreicht Marisa Hahn. Dass insbesondere der Inhalt der Biotonnen dort in direkter Sonneneinstrahlung stark zu riechen und zu leben beginnt, ist in diesem Fall offensichtlich ein notwendiges Übel.
Wenn es Terminverschiebungen gebe, würden diese kurzfristig nach Bekanntwerden über die Abfall-ZAK-App mitgeteilt. „Bei Fragen oder Problemen bezüglich der öffentlichen Abfuhr steht die Abfallberatung der Landkreisverwaltung unter den Rufnummern 07433 921371, -1381 und -1382 zur Verfügung, heißt es abschließend.