Das Hechinger Medizintechnikunternehmen Bentley dringt, so betont es eine Pressemitteilung vom Montag, „in neue Wachstumssphären vor“. Erstmals in seiner 13-jährigen Firmengeschichte entwickelt der mittelständische Weltmarktführer auf dem Gebiet der innovativen Gefäßimplantate eines seiner lebensrettenden Produkte nicht selbst, sondern kauft es ein, um es seinen Kunden in 80 Ländern zugänglich zu machen.
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Es handelt sich um einen Hightech-Katheter aus Israel, der zukünftig im erweiterten Bentley-Werk in den Hechinger Lotzenäckern produziert wird und damit die Expansion des Hechinger Unternehmens weiter beschleunigen soll. Bentley hat die Rechte am „GoBack-Katheter“ von Upstream Peripheral Technologies (Caesarea, Israel) erworben.

Neuer Wachstumskurs

„Der Kauf des GoBack Katheters markiert den Beginn des anorganischen Wachstums für Bentley“, sagt Sebastian Büchert, CEO von Bentley. „Wir haben 2012 die erste unserer sechs Produktfamilien auf den Markt gebracht und haben seither ein erhebliches Wachstum erlebt. Jetzt, nur zehn Jahre später, sind wir in der Lage, dieses überaus innovative Produkt zu erwerben. Dieser strategische Schritt vervollständigt unser Produktangebot für Krankenhäuser und Ärzte zum Vorteil unserer gemeinsamen Patienten.“

Von schlankem Profil

Der GoBack Katheter, so erläutert Bentley, erleichtert das Durchqueren und den Wiedereintritt von Gewebeschädigungen in Arterien, die zum Beispiel durch Beläge oder Gefäßverengungen verstopft sind. Das Produkt zeichnet sich durch eine gebogene Nadel aus Nitinol, eine Nickel-Titan-Legierung, aus, die der Arzt über den Handgriff steuern kann. Aufgrund seines schlanken Profils kann das Produkt sogar in den kleineren Arterien im Unterschenkel verwendet werden.

Noch mehr Ärzte

„Es macht mich stolz, dass Bentley den GoBack-Katheter erworben hat. Ich bin sicher, dass durch die globale Präsenz von Bentley mehr Ärzte Zugang zu dem Katheter erhalten werden“, sagt Dan Rottenberg, CEO von Upstream Peripheral Technologies. „Unsere Vision ist es, Gliedmaßen zu retten und die Zahl der Amputationen zu verringern. Dank des starken Netzwerks von Bentley werden mehr Patienten eine derartige Behandlung erhalten können.“
Der GoBack Katheter verfügt über eine CE-Kennzeichnung und ist von der FDA, der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA, zugelassen. Die FDA-Zulassung bietet Bentley die Möglichkeit, viel früher als ursprünglich geplant auf den US-Markt zu expandieren. Das 2019 eingeführte Produkt ist heute in 23 Ländern erhältlich. Bentley plant, die weltweite Verfügbarkeit auf alle 80 Länder auszuweiten, in denen das Unternehmen bereits vertreten ist.

GoBack wird BeBack

„Wir werden in den kommenden Monaten sehr viel zu tun haben“, sagt Martijn Nugteren, Director Sales & Marketing bei Bentley. „Nicht nur, weil wir das Produkt in weiteren Ländern auf den Markt bringen wollen, sondern auch, weil wir den GoBack in BeBack umbenennen werden. Damit wollen wir sicherstellen, dass der BeBack als ein weiteres, führendes Produkt der Marke Bentley wahrgenommen wird.“
Derzeit wird das Produkt in Israel hergestellt und von dort geliefert. Die Verlagerung der Produktion in das Werk von Bentley in Hechingen soll bis 2025 abgeschlossen sein.

Info Mehr zum Thema unter www.bentley.global.