Nur Impfen hilft. Leute, lasst Euch boostern! Man kann das Lied schon lange mitsingen, und die Resonanz war auch lange Zeit entsprechend stattlich. Ganz offenkundig sind die meisten, die es wollen, mit den Wochen versorgt. Einer, der an vorderster Spritzenfront steht, sieht die aktuelle Impfwelle am Abebben: Dr. Ares Klöble, Allgemeinmediziner aus Starzach und Rettungsarzt im Zollernalbkreis.

Bis zur nächsten Welle?!

Das Dreikönigsimpfen in der Junginger Turn- und Festhalle könnte damit eine der letzten Großveranstaltungen dieser Art gewesen sein – bis die nächste Coronawelle über einen hereinbricht. Bis zum Abpfiff um 17 Uhr wurden zwar über 400 Dosen an die Frau und den Mann gebracht, aber von den Kapazitäten her hätte man locker mehr als drei Mal so viel Menschen durchwinken können. Impfstoff hatte der Fachmann zuhauf im Gepäck.

Zehn Prozent Erstimpfer

Ob das auch damit zusammenhängt, dass weiterhin ein nicht zu kleiner Teil der Gesamtbevölkerung nicht vom Impfen zu überzeugen ist, sei dahingestellt. Umschwenken ist immer noch drin: Gut zehn Prozent der verabreichten Dosen sind am Freitag in Jungingen an bislang Ungeimpfte gegangen. Hinzu kamen noch etliche Zweitimpfungen, insbesondere an Menschen, die den Einmalstoff von Johnson&Johnson in sich haben. Aber der Großteil bestand aus den sogenannten Boostern, also den Drittimpfungen.

Bestens organisiert

Die Aktion am Brückentag im Killertal darf man getrost als mustergültig organisiert bezeichnen. Die drei Minuten, die angekündigt waren, bis man den Stoff im Oberarm hatte, waren fast nicht zu viel versprochen: Anmeldung mit Check, ob auch alle Unterlagen dabei sind, Versichertenkärtchen einlesen lassen, nur sehr kurz warten, und dann ab in eine der drei Kabinen. Dort hätte man sehr wohl wählen können zwischen Biontech und Moderna. Der freundliche Feuerwehrmann aus Bisingen, der im Hauptberuf Rettungssanitäter ist, empfahl nach Johnson&Johnson Moderna. Na, dann nehmen wir das doch! Zack, und fertig.

Prima Zwischenbilanz

Etwas länger dauerte es naturgemäß beim Aushändigen der Impfzertifikate. Aber auch das wurde in Jungingen mithilfe zweier Teams hervorragend über die Bühne gebracht. Matthias Kohler, bekannt als Junginger Gemeinderat und im Hauptberuf Notfallsanitäter, hatte den Stein ins Rollen gebracht und den Kontakt zum Starzacher Impfarzt hergestellt. Beide waren schon am frühen Nachmittag hoch zufrieden mit dem Ablauf der Aktion. Zwar gab es tatsächlich den einen oder die andere, die ihre Unterlagen nicht schon ausgefüllt mitgebracht hatten, und es war auch noch hier und da Beratungsbedarf vorhanden, aber es dürfte sich niemand verdächtig lange aufgehalten haben.

Firmen dick dabei

Das Besondere am Dreikönigsimpfen: Jungingen und seine vielen Arbeitsplätze! Am Vormittag waren die Beschäftigten der Firmen dran, und allein aus diesem Bereich waren es 150 Anmeldungen gewesen.
Neben der Feuerwehr waren ebenfalls der Bauhof, Gemeindebedienstete und der DRK-Ortsverein Burladingen-Ringingen im Einsatz gewesen.

Drei Sternchen für die Organisation

Mustergültig! Es hat alles reibungslos geklappt in Jungingen. Dass man vergessen hatte, die Leute ans Versichertenkärtchen zu erinnern, wurde ebenfalls ausgebügelt: Ein Feuerwehrmann fragte gleich am Eingang danach. Im Falle des Falles konnte man das Ding schnell noch holen.