Nach einem Jahr mit ziemlich freudlosem Corona-Betrieb und einem verregneten Sommer ganz ohne Bädle wird das Junginger Freibad jetzt aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Am heutigen Pfingstsamstag und am morgigen Pfingstsonntag (jeweils) ab 11 Uhr ist der Eintritt sogar frei.

Alles ist bestens vorbereitet

Am Freitag war die Putzkolonne noch da, und aus einem langen Feuerwehrschlauch plätscherten die letzten Liter an warmem Hallenbadwasser in das nur von der Sonne beheizte Freibadbecken. 20,6 Grad Wassertemperatur, Tendenz steigend, meldete Bauhofleiter Klaus Ritter beim Pressetermin. Na dann kann der Neustart doch kommen!
Die Vorbereitungen haben monatelang gedauert und waren „ein Kraftakt“, sagt Ursula Köbele, die Bäderleiterin der Gemeinde, und schwärmt davon, wie die Männer vom Bauhof „Blut und Wasser geschwitzt haben“. Einfach „gigantisch“ sei es, wie sehr in den vergangenen Wochen das Freibad Priorität genossen habe.

Zum Wippen, Plantschen, Schaukeln, Klettern

Bürgermeister Oliver Simmendinger teilt diese Begeisterung voll und ganz und nennt eine Zahl dazu: 700 Stunden Arbeit habe der Bauhof in die gründliche Sanierung des Beckens und ins Aufstellen der vielen neuen Spielgeräte gesteckt. Das Ergebnis ist auf der Liegewiese zu besichtigen – und verheißt ganz viel Spaß für die Killertäler Jugend. Neu sind ein großer Wasserspieltisch, der zum Plantschen einlädt, zwei Sonnensegel über diesem Tisch und dem Sandkasten, neue Schaukeln für die Großen und die ganz Kleinen, die Balancierwippe, ein Ninja-Warriors-Kletterelement und ganz feiner Sand auf dem Beachvolleyballfeld. Unverändert gibt es die Tischtennisplatte und die Kicktore. All das verspricht neben dem Wasser ganz viel Sommerspaß.

Gemeinde feilt an Plan B für den Kiosk

Einziger Wermutstropfen vor dem Saisonstart: Ein Kioskpächter konnte nicht gefunden werden. „Wir haben wirklich alles versucht“, sagt der Rathauschef. Doch dreimal seien Interessenten kurzfristig abgesprungen, zuletzt sogar ganz unglücklich aus gesundheitlichen Gründen. Die Verwaltung, so Simmendinger, habe das Pächterthema jetzt für diese Saison abgehakt, arbeite jedoch mit Hochdruck an Ersatzlösungen. Für den Anfang hat man einen gut gefüllten Kühlschrank aufgestellt, aus dem Badegäste gegen Gebühr Getränke entnehmen dürfen, außerdem eine Eistruhe. Überdies sei man guter Dinge, demnächst eine abgespeckte Eigenregie-Lösung präsentieren zu können. Eine Mitarbeiterin der Gemeinde ist bereit, stundenweise im Kiosk Dienst zu tun. Wenn es noch gelingt, Aushilfen zu finden, dann kann das Ziel, den Kiosk an drei bis vier Nachmittagsstunden täglich zu öffnen, erreicht werden. Dann gäbe es zwar immer noch keine Pommes, aber wenigstens Heiße Rote.
Ergänzend hat das Rathaus spontan noch einen Getränke- und Süßigkeiten-Automaten bestellt. In vier Wochen soll er geliefert werden.
Es ist also dafür gesorgt, dass im Freibad auch für kulinarische Erfrischungen gesorgt ist. „Jetzt freuen wir uns auf schönes Wetter und ganz viele Badegäste“, sagt Ursula Köbele.

Die ersten 60 Saisonkarten sind verkauft

Eintritt gibt‘s am besten mit der Saisonkarte, die heute an Ort und Stelle im Freibad zu kaufen ist, später dann im Rathaus. Sie kostet 20 Euro für Erwachsene, 10 Euro für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren, 50 Euro für die ganze Familie. Wer eine Saisonkarte gekauft hat, kriegt zum Nachweis ein blaues Gummi-Armband, das auf dem Freibadgelände zu tragen ist. Die ersten 60 Saisonkarten hat die Gemeinde schon verkauft.
Tageskarten (Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder ab sechs Jahren 3 Euro) sind nur online zu haben, auch vor dem Eingang am Handy über den Link auf www.jungingen.de. Wer gebucht hat, bekommt von Badpersonal ein Einmal-Armband. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.
Geschlossen bleibt das Bad, wenn es regnet oder kühler ist als 21 Grad. Deadline dafür ist 16 Uhr. Aktuelle Infos dazu sollen auf der Gemeinde-Homepage eingestellt werden. hy