Der Fischereiverein Stetten ist eine Gemeinschaft, welche einem gemeinsamen Hobby nachkommen. Das Angeln. „Jedoch verstehen wir uns auch als Naturschützer“, sagen die Verantwortlichen. Unter anderem nimmt der Verein jährlich an der Bachputzete teil. Bester Beleg für das Umweltengagement des Stettener Fischger ist aber der Landespreis, den sie für die Renaturierung der Bäche und den Bau des vereinseigenen Weihers erhalte haben. Neben dem Vereinsgewässer wurde zudem ein Biotop angelegt, in dem sich diverse Amphibien wohlfühlen.
Das Insektenhotel ist, neben einer Wildblumenwiese, eines der älteren Umweltprojekte des Fischereivereins Stetten.
Das Insektenhotel ist, neben einer Wildblumenwiese, eines der älteren Umweltprojekte des Fischereivereins Stetten.
© Foto: Fischereiverein Stetten
Der Fischereiverein Stetten plant in regelmäßigen Abständen solche Umweltprojekte. „2021 wollten wir rund um unser Vereinsgewässer etwas erreichen. Dabei kam uns die Idee eines Insektenhotels und dazugehöriger Blumenwiese. Außerdem wollten wir einen Fledermausturm errichten“, berichtet Vorstandsmitglied Stefan Beck.

Unbehandeltes Holz und gebrauchte Dachziegel

Gesagt, getan: Für das Insektenhotel wurde unbehandeltes Holz verwendet und als Überdachung wurden gebrauchte Dachziegel wieder genutzt. Die Größe des „Hotels“ liegt bei zirka 1,8 auf 1,5 Metern, unterteilt in verschiedene Kammern. Die Kammern sind mit verschiedenen Materialien gefüllt. Dabei kamen Ziegelsteine, Altholz mit Bohrungen, Schilf und Tannenzapfen zum Einsatz.
Zweck des Bauwerks ist es, unterschiedlichen Insekten – zum Beispiel Wildbienen, Wespen, Ohrwürmern, Käfern oder Florfliegen, Schutzraum und Kinderstube zu bieten.

Blumenwiese wird nicht gemäht

Die vom Fischereiverein Stetten angelegte Blumenwiese hat eine Größe von zirka 500 Quadratmetern – mit der Möglichkeit zur Erweiterung. Dabei würde im Frühling die bestehende Wiese mit Blumensamen neu eingesät. Diese Wiese soll auch nicht gemäht werden, so dass die Blüten Samen bilden können. Somit kann sich die Wiese jährlich selbst erneuern.
Der neue Fledermausturm beim Abtransport.
Der neue Fledermausturm beim Abtransport.
© Foto: Fischereiverein Stetten

„Sitzwaben“ für verschiedene Feldermausarten

Der neu errichtete Fledermausturm soll diversen Fledermäusen, wie Abendsegler, Bartfledermaus oder Hufeisennase, eine Unterkunft bieten. „Auch hier haben wir darauf geachtet, dass nur unbehandelte Materialien verwendet wurden, zum Beispiel durch Wiederverwendung von Bauhölzern“, sagt Stefan Beck.. Der Turm hat eine Fläche von einem Quadratmeter und eine Höhe von 2,2 Metern. Der Turm wurde auf Stelzen in einer Höhe von vier Metern aufgestellt. Er besitzt acht Kammern, welche jeweils mit sechs sogenannten „Sitzwaben“ bestückt sind. Diese wurden den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Fledermausarten angepasst.
Der Fledermausturm wurde auf Stelzen in vier Metern Höhe errichtet.
Der Fledermausturm wurde auf Stelzen in vier Metern Höhe errichtet.
© Foto: Fischereiverein Stetten

220 unentgeltlichen Arbeitsstunden geleistet

Die Materialkosten für die drei Projekte konnte der Verein durch Spenden decken. Deshalb spricht der Fischereiverein Stetten nochmals einen großen Dank an die Sponsoren und die Unterstützer aus, die diese Projekte zu einem Erfolg gemacht haben. Anerkennung dürfen auch die Vereinsmitglieder erfahren, welche die Projekte durch ihre tatkräftige Mitarbeit im Umfang von zirka 220 unentgeltlichen Arbeitsstunden umgesetzt haben.

Weiherhockete am Samstag, 2. Juli

Die gelungene Umsetzung seiner Umweltprojekte will der Fischereiverein Stetten an diesem Samstag, 2. Juli, ab 16 Uhr mit einer kleinen Weiherhockete am Auenweiher feiern. Interessierten werden die Projekte vor Ort vorgestellt und erläutert. Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

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