Um herauszufinden, ob das tote Rosenfelder Schaf von einem Wolf gerissen worden ist, wird das Schaf jetzt von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg untersucht. Das teilt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mit.

Totes Schaf: Untersuchung soll Klarheit bringen

Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) wurde der Behörde das tote Schaf am Donnerstag gemeldet. Eine Untersuchung des Tieres soll Klarheit bringen, ob das Schaf womöglich von einem Wolf gerissen worden ist.

Trochtelfingen/Stuttgart

Genetische Proben werden untersucht

Die Fachleute der FVA könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob ein Wolf das Schaf getötet hat. Die Situation vor Ort wurde dokumentiert. Die genetischen Proben werden am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik weiter untersucht, heißt es in der Pressemitteilung.

Wer hat einen Wolf gesehen?

Die Gemeinde Rosenfeld liegt außerhalb des Fördergebiets Wolfsprävention Schwarzwald, teilt das Ministerium weiter mit. Die Nutztierverbände sowie die Wildtierbeauftragten der Region seien über den Sachverhalt informiert.
Die FVA und das Ministerium haben eine Bitte: Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf eine Wolfsichtung sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden (info@wildtiermonitoring.de oder Telefon 0761 4018274.)

Umweltministerium informiert über Wölfe

Ausführliche Informationen zum Fördergebiet Wolfsprävention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf stehen auf der Website des Umweltministeriums auf um.baden-wuerttemberg.de.

Eindeutig ein Wolf in Baden-Württemberg

Das Thema Wolf beschäftigt die Zollernälbler immer wieder. Im Frühjahr 2019 wurde im Nachbarlandkreis Sigmaringen bei Beuron im Donautal ein Wolf gesichtet. Das Tier war in eine Fotofalle getappt, was einer kleinen Sensation gleichkam. Auch damals war die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg hinzugezogen worden und die Experten hatten bestätigt, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt.
Im Februar 2022 wollten zwei Augenzeugen einen Wolf am Ortsrand von Schömberg gesehen haben. In diesem Fall war die FVA nicht eingeschaltet worden, aber zwei Jäger hatten es durchaus für möglich gehalten, dass die Beobachtung der beiden Spaziergänger, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte, richtig ist.