Der finale Workshop der Fußverkehrschecks in Jungingen musste online stattfinden. Markierungen von Querungsbeziehungen, die Sicherung von Schulwegen oder die Wiedernutzbarmachung des Fußwegenetzes – das sind nur drei Vorschläge aus einem ganzen Bündel an Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs. Vorgestellt wurden sie am Dienstag beim abschließenden Treffen.

Es interessiert die Leute

Dabei zeigte sich, so unterstreicht Bürgermeister Oliver Simmendinger, wieder das Interesse der Bevölkerung am Thema. Das Gemeindeoberhaupt begrüßte allen voran Ilka Bürling und Raphael Domin von der Planersocität, die Gemeinderäte Martin Weinschenk und Bernd Bumiller, Schulleiter Tobias Lillge, Ortsbaumeister Klaus Ritter sowie einige Mitbürgerinnen und Mitbürge.

Zwei Begehungen vorab

Kern des Projekts sind die Begehungen: eine rund um die B32 und das Bahnhofsumfeld und eine im Bereich der Grundschule und der Schulwege. Es gab viele Anregungen und Wünsche.

Es gibt viel zu tun

Am Dienstagabend stellte das Planungsbüro Planersocietät, das den Fußverkehrscheck begleitet, Vorschläge zur Verbesserung der Fußverkehrssituation vor, die ebenfalls besprochen wurden. Zentrale Handlungsfelder sind Querungen, die Schulwegeplanung, der Längsverkehr und die Barrierefreiheit. Um beispielsweise das Queren von Straßen einfacher und vor allem sicherer zu gestalten, wurden Maßnahmen vorgestellt, die zu einer Verbesserung der Sichtbeziehungen an Einmündungen und Querungsstellen, zur Erhöhung der Aufmerksamkeit des Kfz-Verkehrs oder zu einer Verminderung von Querungsdistanzen führen. Die Projekte haben  einen unterschiedlichen Umsetzungshorizont von kurz-, mittel- bis langfristig, manche stellen auch Daueraufgaben für die Gemeinde dar.

Bald und nicht so teuer

Als Leuchtturmprojekt wurde die Umgestaltung der Kreuzung von Holderstraße und der Straße  Hinter Höfen vorgeschlagen. Durch das Kennzeichnen einer geeigneten Querungsstelle und Gehwegmarkierungen soll die Sicherheit an dieser Stelle möglichst zeitnah und mit wenig Kostenaufwand verbessert werden.

Bürgermeister zufrieden

Nach gut zwei Stunden Online-Workshop bedanke sich Rathauschef Simmendinger bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und fasste zusammen: „Meine Erwartungen wurden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Wir alle haben uns gegenseitig für die unterschiedlichen Bereiche sensibilisiert und können nun nicht nur anhand der Maßnahmenvorschläge, sondern auch bei künftigen Baumaßnahmen solche fußgängerspezifischen Anforderungen berücksichtigen.“ Simmendinger nannte Barrierefreiheit, Beleuchtung, Sicherheit, generelle Möglichkeiten, Best-Practice-Beispiele und Förderprogramme. Man habe nun einen sehr guten Überblick und Einblick, aus dem man ganz sicher etwas machen werde.

Und immer wieder ist es die B 32

Beispiel Nur wenige Stunden vor dem Abschlusstreffen hat es wie berichtet einen verletzten Fußgänger in Jungingen gegeben. Der Mann überquerte bei der Straße Im Gässle die B 32 und wurde von einem Auto erfasst, dass dort in die Ortsdurchfahrt einbog.