In der letzten Dezemberwoche wurden im Landkreis Sigmaringen 28 Omikronfälle gemeldet. Der Anteil der neuen Virusvariante an allen positiv Getesteten lag bei 7 Prozent und damit im Bundesschnitt. In der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 3 Prozent – eine Verdoppelung, ähnlich wie in ganz Deutschland.
„Die Zahlen zeigen, dass Omikron auch bei uns angekommen ist“, fasst Dr. Ulrike Hart vom Gesundheitsamt Sigmaringen zusammen. Im Jahr 2021 gab es damit 41 Omikron-Fälle. An Neujahr und am Sonntag wurde keiner gemeldet, bis Montagmittag allerdings schon wieder acht. „Über die Feiertage wurde in ganz Deutschland deutlich weniger getestet und ausgewertet. Auch bei uns wird es so sein, dass die Zahlen erst kommende Woche wieder ein verlässliches Bild zeigen“, erklärt Hart.

Ansteckungsquelle in den meisten Fällen unklar

Nur in wenigen Omikronfällen ergaben die Ermittlungen des Gesundheitsamtes Hinweise darauf, dass die Omikronvariante aus Variantengebieten im Ausland oder über innerdeutsche Reisen eingetragen wurde. Bei den meisten Fällen blieb die Ansteckungsquelle unklar. Innerhalb der betroffenen Familien kam es häufiger als bei der momentan noch vorherrschenden Deltavariante zu Infektionen der Angehörigen.

„Uns stehen harte Wochen bevor“

„Die ersten Fälle im Kreis zeigen, dass Mitbürger, die sich mit Omikron infiziert haben, leicht ihr Umfeld anstecken. Setzt sich dieser Trend fort, kommen Ärzte und Pfleger an ihre Grenzen. Aktuell beträgt der Omikron-Anteil nur sieben Prozent, schon in wenigen Wochen Omikron aber die beherrschende Virus-Variante sein. Uns stehen harte Wochen bevor“, erläutert die Medizinerin.

FFP2-Masken bieten guten Schutz

Das Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Räumen, das seit Jahresbeginn vorgeschrieben ist, hält Dr. Ulrike Hart für einen guten Schutz. „Aber klar ist: Nur die Summe aus Maske tragen, Abstand halten, Kontakte reduzieren und Impfen reicht, um die Welle, die vor uns steht, zu bremsen.“