Ach ist das lieb, wenn man einen Adventskalender geschenkt bekommen hat. Da erwacht ein letzter Nachhall an die Kindheit, als die Adventszeit noch eine frohe und verheißungsvolle Zeit war, als man rätselte, was wohl hinter dem letzten, dem großen Türchen sich verbirgt – und wo man auch schon mal das Türchen leicht mit dem Fingernagel anhob, um das Geheimnis zu lüften. Und hinterher ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Christkind hatte. Wirklich wunderschön. Aber heute ist die Lust auf Schokolade bei manch einem nicht mehr so groß wie zu Kindertagen.

Und wieder das schlechte Gewissen

Zuweilen muss man außerdem schon morgens wegen Terminen aus dem Haus hetzen. Die Zeitung bleibt ungelesen liegen, das Türchen ungeöffnet. Woraufhin sich irgendwann wieder das schlechte Gewissen regt. Nämlich gegenüber dem- oder derjenigen, der/die den Adventskalender hingelegt hat. So nachlässig sollte man mit Geschenken nicht umgehen! Also kommt es vor, dass man alle paar Tage Schoklädle „nachessen“ muss.

Gekonnte Erziehung zur Tradition

Ein Bekannter hat von seiner Partnerin einen Bier-Adventskalender geschenkt bekommen. Die Türchen schon morgens zu öffnen, sei ihm zwar streng verboten worden. Aber er habe, sagt er, an den bisherigen Abenden dieses Advents noch nie eins vergessen. So erzieht man traditionsvergessene Jungs zu richtig pflichtbewussten Weihnachts-Männern!