Es soll tatsächlich viele Menschen geben, die den Winter mögen. Entweder, weil sie sich auf den Sport im Schnee freuen, oder weil es im Haus so schön kuschelig ist. Beides ist inzwischen mit Stirnrunzeln verbunden. Schnee ist in den Unzeiten des Klimawandels in der direkten Umgebung so eine Sache geworden, und überhitzte Räume? Wir wollten bei den diesjährigen Adventsnotizen kein Krisengejammer haben. Also: Sie wissen schon!
Winter! Besonders eklig ist der garstige Genosse, wenn es nass und kalt ist. Das sind die Tage, an denen man sich ausnahmsweise nicht grämt, dass man keinen Hund als Mitbewohner mehr hat, man also nicht morgens und abends durch Wind und Wetter stapfen muss. Fern sind noch leider, leider die Tage, wo es langsam wieder heller und wärmer wird. Also feste durchhalten und nicht aufgeben.
Es gibt da allerdings einen herrlichen und uralten Brauch, der dabei hilft, sich ein Stück knuffige Natur ins Zuhause zu zaubern: einen blühenden Weihnachtsgruß von der Obstwiese, wahlweise vom Bachufer. Traditionalisten und stramme Katholiken wissen, um was es geht – den sogenannten Barbarazweig. Am Tag der heiligen Barbara, der just am 4. Dezember ist, ein Zweiglein von einem Obstgehölz oder einer Weide abgeschnitten, flott in die warme Stube gestellt, selbstredend in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, und mit etwas Glück steht das Gehölz, das draußen in der Natur noch etliche Wochen Winterpause hat, an Heiligabend in schönster Blüte!
Was nimmt man nun? Kirschen blühen als erste, aber das tun auch Birnen. Wenn immer schön geheizt wird, schafft‘s auch ein Apfel.