Abellio hatte in den vergangenen Monaten für negative Schlagzeilen gesorgt, als bekannt wurde, dass das Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten war. Das Unternehmen begab sich unter einen staatlichen Schutzschirm, der eine Fortführung seines Teils der Neckartalbahn-Fahrten zumindest bis Ende September ermöglichte.

Erneutes Aus drohte

Nun aber drohte erneut, dass Abellio vom 1. Oktober an seine Fahrten zwischen Tübingen und Stuttgart würde komplett einstellen müssen. Im baden-württembergischen Verkehrsministerium brach hektische Betriebsamkeit aus.
Gestern nun erklärten Abellio und das Ministerium gemeinsam, dass man eine Lösung gefunden habe, den Zugverkehr erst einmal bis Jahresende aufrechtzuerhalten.

Land kam entgegen

„Das Land Baden-Württemberg ist als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr Abellio entgegengekommen, damit nun sorgfältig die beste Variante für einen künftigen stabilen Betrieb der Strecken ausgewählt werden kann und die notwendigen Schritte vorbereitet werden können“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Langfristige Lösung gesucht

Zu welchen neuen Konditionen sich Abellio nun wieder in der Lage sieht, die Neckartalbahn weiterhin zu bedienen, wurde in der gemeinsamen Pressemitteilung nicht erwähnt. Nur, dass man sich bemühe auch eine langfristige Lösung für das Problem zu finden.