Durch die „Fridays für Future“-Bewegung sind Schülerinnen und Schüler als junge Botschaftern für Umwelt- und Klimaschutz nicht mehr zu überhören. geworden. Dem topaktuellen Thema waren auch die Projekttage des Gymnasiums Haigerloch gewidmet, die mit einem großen Schulfest ihren Abschluss fanden.

Wegen der außergewöhnlich großen Hitze (!) musste das Fest in die Schulturnhalle verlagert werden. Die Schülersprecher Jannis Pfeffer, Tamina Gaus und Semmy Fischer begrüßten die Lehrer, Eltern und Angehörigen sowie als Ehrengäste Bürgermeister Heinrich Götz und erstmals der neue Haigerlocher Ortsvorsteher Michael Ashcroft. Die Schülervertreter dankten für die „tolle Atmosphäre in der Schule und die tolle Bereitschaft beim Mitmachen, was zum besonderen Gelingen der Projekttage beigetragen hat“. Jeder habe in den drei Tagen in den gemischten Gruppen etwas gelernt und sich für was Neues offen gezeigt – „damit die Welt ein bisschen besser wird“.

„Bei sich selber anfangen“

Schulleiterin Karin Kriesell dankte der SMV, deren Mitarbeit die Projekttage erst ermöglicht hätten. An drei Projekttagen habe man offen und vielfältig über das Thema Klimawandels diskutiert und dabei Erkenntnisse gewonnen, die es nun gelte, in die Tat umzusetzen. „Man muss bei sich selber anfangen“, stellte die Schulleiterin fest.

Das Programm in der Schulturnhalle begann hintergründig und eindrucksvoll mit Pantomime. Die stumme Darbietung der etwa 20 Schülerinnen und Schüler des Theater-Projekts stand unter dem ironischen Titel „Eben mal die Welt retten“. Die Gesichter der Darsteller waren hinter weißen Masken verborgen. Es wurden Transparente in die Höhe gehalten. Darauf stand zu lesen: „Ich verzichte auf Plastik“, „Ich verursache keinen Müll“ oder auch: „Ich esse vegan, aber nur sonntags?!“ Am Ende hielten die Schüler eine Weltkugel in die Höhe: Die einzige uns zur Verfügung stehende Mutter Erde, die es zu retten gilt.

Anschließend beeindruckte die Turn-AG mit ihren Saltos und Überschlägen auf der Matte und dem Kasten ebenso wie die Tanz-AG und das Cajon-Projekt, das Sigrid Menzel-Ziefle und Cordula Hanns leiteten und das von zwei Gitarrenspielern begleitet wurde.

Dann ging es hinüber in das Hauptgebäude des Gymnasiums. Dort konnten sich alle Anwesenden Eindrücke von den über 20 verschiedenen Projekten verschaffen, die von Lehrkräften genauso wie von Schülerinnen und Schülern geleitet wurden.

Drei Tage Handyfasten

Ausstellungen waren beispielsweise aufgebaut zum Bau von Wildbienen-Nisthilfen, kleinen Windrädern oder auch Tierspielzeug, das aus alten Haushaltsgegenständen gebastelt wurde.

Auf Schautafeln waren die Gedanken zum Thema Klimawandel dokumentiert. Beleuchtet wurde die Bedeutung klimatischer Veränderungen für Mensch und Tier oder die Frage: Welche Auswirkungen hätte es, wenn Strom von Windrädern statt Atomkraftwerken erzeugt würde?

Auch über das dreitägige Handyfasten, das sich einige Schülerinnen und Schüler selbst auferlegt hatten, wurde Positives berichtet. Das Fazit nach drei Tagen ohne Smartphone & Co: „weniger Ablenkung“, „konzentrierteres Arbeiten, „mehr zwischenmenschliche Kontakte“. Interessante Videovorführungen über die Projekttage gab es außerdem.

Am Stand des Schulfördervereins konnte man sich erfrischen und stärken – zum Beispiel mit 100-prozentig veganen Häppchen.

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