Nun ist es soweit, es ist alles hergerichtet: Ein hübscher, großer Käfig, ein buntes Laufrad, ein kleines Häuschen. Die ganze Familie freut sich schon seit Tagen auf den ersten Hamsterkauf. Schließlich will niemand diesen Megatrend verpassen, jetzt, wo überall zu lesen und zu sehen ist, dass halb Deutschland Hamster kauft. Menschen posten Bilder von leeren Regalen, abgeräumten Paletten, panischen Kunden und ge­plünderten Zoohandlungen.
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Ja, er mache gerade das Geschäft seines Lebens, räumt der Göppinger Zoohändler P. ein. Der Fachmann für Kleintiere berichtet, dass er in der vergangenen Woche gerade einmal einen einzigen Hamster verkauft habe. In dieser Woche seien es bereits sieben gewesen. Ein sensationelles Plus von 600 Prozent. Hinzu komme das ganze Zubehör, Käfige, Futter und die Atemschutzmasken. Denn die hat Herr P. seit Neuestem auch im Angebot. „Sicher ist sicher“, sagt er. Und die Leute seien wie verrückt nach den Dingern. Er könne sich das auch nicht erklären.

Hamsterkäufer haben alle Tiere reserviert

Einen Hamster könne er uns aber nicht mehr verkaufen, bedauert der Händler. Die restlichen Tiere seien bereits alle reserviert. Beim Hundezüchter nebenan gebe es aber noch ein paar Pekinesen, die seien doch ein guter Ersatz – und ja quasi auch so was wie Hamster.