Die Vorbereitungen laufen: Für den 27. September haben die Göppinger Wirtschaftsjunioren die „Nacht der Ausbildung“ organisiert. Schüler können dann von 15 bis 21 Uhr sowohl im Raum Göppingen als auch im Raum Geislingen via Bus-Shuttle zahlreiche Unternehmen besuchen und sich aus erster Hand über berufliche Möglichkeiten informieren. Obwohl die Veranstaltung die „Ausbildung“ im Namen trägt: „Viele Firmen bieten auch duale Studienmöglichkeiten an – diese werden ebenfalls vorgestellt“, sagt Peter Jäkle, Vorstandsmitglied und Projektleiter bei den Wirtschaftsjunioren.

Überhaupt sei das Angebot, über das sich die jungen Leute informieren können, gestiegen. 175 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten gebe es – 21 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Deutlich mehr Studiengänge stehen auf der Liste der Angebote: 69 – das sind 47 Prozent mehr – haben die Wirtschaftsjunioren ausgerechnet. Die Vielfalt ist also so groß wie nie und die Nachfrage bei den Unternehmen groß, berichten die Organisatoren, die mit rund 1000 Teilnehmern rechnen, die in den Bussen unterwegs sein werden. Im vergangenen Jahr seien es rund 700 gewesen.

Die Nacht der Ausbildung zur Berufsorientierung zu nutzen, lohnt sich: 96 Highlights bieten die Betriebe – vom Mini-Street-Food-Markt bis zum Mitmachangebot, bei dem man einen Müllwagen oder eine Maschine selbst steuern darf. „Das Tolle an der ,Nacht der Ausbildung’ ist, dass man vor Ort aktiv ausprobieren kann, was in den Firmen gemacht wird“, sagt auch Eva Geiselmann, die Vorstandsvorsitzende der Göppinger Wirtschaftsjunioren. Auf fünf Busrouten fahren zehn Busse, die die Schüler von Firma zu Firma bringen. An den Busbahnhöfen in Göppingen und Geislingen haben die Organisatoren zudem zentrale Checkpoints aufgebaut. Von Schlierbach bis Salach fahren drei Routen im Göppinger Bereich, zwei rund um Geislingen – auch hier sind die Strecken lang, weil so viele Betriebe mitmachen. Darum empfiehlt Gernot Imgart, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren, den jungen Leuten, sich bereits vor dem Besuch der „Nach der Ausbildung“ einen Plan zu machen. „Wenn man sich intensiv informiert, dann schafft man natürlich nicht alle Unternehmen an diesem Tag“, erklärt er. Darum solle man sich schon vorab schlau machen, wo es welche Berufe gibt, die einen interessieren.

Rund 7000 Broschüren haben die Junioren drucken lassen und in den Schulen verteilt, dazu Kinowerbung gemacht. Informationen gibt es auch im Internet. Dort sind auch die Busrouten dargestellt. „Die Busse sind kostenlos, man sollte sich aber ein Teilnehmerbändchen holen, die in den Bussen erhältlich sind“, sagt Eva Geiselmann. Vor allem, wer den Zug nutzen will, der zwischen Göppingen und Geislingen fährt, braucht das Bändchen, das als ­Ticket gilt.

Die „Nacht der Ausbildung“ gibt es in dieser Form in mittlerweile zehn Städten, wie Peter Jäkle berichtet – Göppingen gilt dabei als vorbildlich, denn so viele Firmen, die sich beteiligen, gibt es sonst nicht. Die Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen. „Natürlich ist hier in der Region der technische Bereich stark vertreten“, berichtet Peter Jäkle. Aber: „Wir haben vom kleinen Handwerksbetrieb bis zur sozialen Einrichtung alles dabei, so kann sich jeder ein Bild von seinem Traumjob machen.“ Ziel sei es, die Fachkräfte hier in der Region zu halten und so die Wirtschaftskraft zu stärken.

Info Die Nacht der Ausbildung ist am Donnerstag, 27. September von 15 bis
21 Uhr.