Ganoven machen keine Pause – auch nicht in Zeiten der Corona-Pandemie. Darum hat die Initiative „Sicherer Landkreis Göppingen“ in den vergangenen Jahren gleich mehrere Präventionsprojekte unterstützt und umgesetzt. Im Herbst will der Verein bei einer Schwerpunktaktion über das Vorgehen von Telefonbetrügern aufklären.
Vor beinahe 20 Jahren wurden die Weichen für die kreisweite Organisation gestellt, die mit ihrer Arbeit die Kreisbewohner vor Kriminalität warnen, aber auch aufklären möchte. In der Kulturhalle Süßen trafen sich die Mitglieder der Initiative nun zur Hauptversammlung, was Bürgermeister Marc Kersting zum Anlass nahm, die Arbeit der Präventions-Organisation zu würdigen.
In den zurückliegenden Jahren war der Kampf gegen Motorradlärm ein Schwerpunkt der Arbeit. In 17 Kreisgemeinden hängen inzwischen 50 Banner und zahlreiche Plakate, die an die Motorradfahrer appellieren, aus Rücksichtnahme in den Ortschaften möglichst leise zu fahren. Die von Vorstandsmitglied Manfred Gottwald betreute Aktion hat inzwischen auch in anderen Landkreisen Interesse gefunden.
Vorträge gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder wurden von der Initiative an Schulen angeboten. In Süßen wurde die Aktion „Ohne Gewalt geht’s auch“ gefördert, es gab Vorträge zur Medienkompetenz, ein E-Bike-Sicherheitstraining für Senioren und schließlich wurde ein Theaterstück über Prävention bei den Jugendkulturtagen unterstützt. Einige der Angebote setzt die Initiative auch in diesem Jahr fort. Neu hinzu kam das Engagement beim Fachtag „Gewalt in der Pflege“, so Geschäftsführer Ralf Liebrecht.
Finanziert werden die Präventionsangebote zum einen durch Spenden, zum anderen erhält die Initiative Zuwendungen aus Bußgeldeinnahmen der Amtsgerichte Göppingen und Geislingen sowie der Staatsanwaltschaft Ulm.