Der Kreistag hat am Freitag das Sammel- und Gebührensystem für die Abfallwirtschaft beschlossen. Das Konzept, das am 1. Januar 2022 in Kraft tritt, bringt diverse Änderungen mit sich. Ziel ist unter anderem eine bis zu 30-prozentige Reduzierung der Restmüllmenge.

Identifikationssystem

1. In die Mülltonnen wird ein Identifikationssystem mittels elektronischer Chips eingebaut. Die ursprünglich vorgesehene Vernichtung aller Mülltonnen wird nicht weiter verfolgt.

Mülltonnen

2. Die Bürger können ihre Mülltonnen behalten, bekommen aber auf Wunsch neue gestellt. Neue Tonnen werden dann vom Abfallwirtschaftsbetrieb ausgegeben und verbleiben in dessen Besitz.

Mindestens zehn Leerungen jährlich

3. Bezahlt wird künftig neben einer Grundgebühr die Anzahl der Leerungen, es werden aber mindestens zehn Leerungen pro Jahr berechnet, um wilden Müllablagerungen vorzubeugen. Alle zwei Wochen können die Tonnen zur Leerung rausgestellt werden.

60-Liter-Tonne

4. Einführung einer zusätzlichen 60-Liter-Mülltonne.

Gebühr pro Nutzungseinheit

5. Die jährliche Grundgebühr wird nicht mehr nach der Anzahl der Familienmitglieder oder Hausbewohner berechnet, sondern pro Nutzungseinheit (Wohnung, Arbeitsstätte) erhoben.

Mieter bekommen Rechnung

6. Die vorgesehene Umstellung auf die Eigentümerveranlagung entfällt, eine Mehrheit im Umwelt- und Verkehrsausschuss hatte dies abgelehnt. Also bekommen auch künftig in Mietwohnungen die Mieter die Rechnung und nicht der Vermieter.

Biobeutel

7. Beibehaltung des Biobeutels unter der Maßgabe, die Menge der Küchenabfälle bis 31. Dezember 2022 auf 25 Kilogramm pro Einwohner und Jahr zu steigern.

Grünschnitt

8. Die Anzahl der Grünschnittsammlungen wird nicht reduziert, es bleibt bei fünf Abholungen pro Jahr.

Gelbe Säcke

9. Es wird mit den Entsorgern der Gelben Säcke mit der Maßgabe verhandelt, die Säcke vorerst beizubehalten, sofern das Sackmaterial verstärkt und die Miterfassung von Metallverpackungen (Dosen) zugelassen wird. Außerdem soll es die Möglichkeit einer späteren Einführung einer Gelben oder Wertstofftonne geben.

Altpapier

10. Die Altpapiersammlung mittels Tonne soll seitens des Landkreises ausgebaut werden – Ziel ist eine einvernehmliche Lösung mit gewerblichen Sammlern.

Elektrogeräte

11. Die Sammlung von Elektrogroßgeräten wird beibehalten, kleinere Geräte wie Radios müssen in den Wertstoffzentren abgegeben werden.

Sperrmüll

12. Sperrmüll kann mit der Sperrmüllkarte in den Wertstoffzentren entsorgt werden.

Das könnte dich auch interessieren: