Die Stationen und die Zentrale Notaufnahmen der Alb-Fils-Kliniken sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. „Insbesondere die internistischen Stationen sind personell extrem beansprucht und räumlich voll belegt. Krankheitsbedingt fehlen Mitarbeiter. Wir sind am Anschlag“, sagt Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer der Alb-Fils-Kliniken. Eine Entspannung sei derzeit noch nicht in Sicht, da parallel rund 70 infektiöse Patienten isoliert werden müssen, davon aktuell 26 Covid-positive Patienten sowie 23 Influenza-Patienten. Verlegungen aus den Zentralen Notaufnahmen auf die Stationen seien dadurch erschwert.

Aufnahmestopp für planbare Eingriffe

Um die Versorgung schwer kranker Patienten sicher zu stellen, habe man einen Aufnahmestopp für planbare Eingriffe verhängt: Internistischen Fachabteilungen nehmen bis einschließlich Montag, 2. Januar, keine Patienten mit planbaren Eingriffen mehr auf. Das dadurch freiwerdende Personal werde für die Versorgung der schwereren Fälle benötigt, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.
Die Göppinger Notaufnahme ist für die kommenden 24 Stunden „auf Gelb gestellt“. Das heißt, die bestehende Engpässe wurden vorab an die Leitstelle gemeldet – neue Fälle können so von vornherein zu einer anderen Notaufnahme gefahren werden, wenn es der Zustand des Patienten erlaubt. Akute, lebensbedrohliche Fälle werden selbstverständlich erstversorgt.

Personal arbeitet unter Volllast

Wolfgang Schmid ist von der Entscheidung überzeugt: „Unser Personal arbeitet unter Volllast. Die Absage von Sprechstunden und anderer geplanter Termine ist für uns aktuell die einzige Option, um den Stationsbetrieb vernünftig aufrecht erhalten zu können.“
Bereits Mitte des Monats musste die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin planbare Operationen absagen, weil die Abteilung personell am Anschlag war. „Dort hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt“, so Schmid.