Wegen Rauschgifthandels im großen Stil hat die Staatsanwaltschaft Ulm gegen einen heute 28-Jährigen aus Göppingen Anklage erhoben. Die Tatvorwürfe lauten unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in sieben Fällen und unerlaubtes Führen einer Schusswaffe.

Marktwert eine halbe Million Euro

Die Anklage wirft dem Mann vor, zwischen Februar und September 2021 in sieben Fällen Betäubungsmittel wie Kokain, Amphetamin und Marihuana jeweils im Kilobereich bezogen und anschließend im Raum Göppingen verkauft zu haben. Insgesamt soll der 28-Jährige 62 Kilogramm Drogen – acht Kilogramm Kokain, 15 Kilogramm Amphetamin und 39 Kilogramm Marihuana – für einen Gesamtpreis von mehr als 400.000 Euro erworben haben. Den Marktwert schätzt die Staatsanwaltschaft auf mehr als eine halbe Million Euro. Bei seiner Festnahme soll der Mann zudem noch unter seinem Fahrersitz eine scharfe Schusswaffe mit sich geführt haben, ohne einen Waffenschein zu besitzen.

Verräterische Chatnachrichten

Auf die Spur des Angeschuldigten kamen die Ermittler über die Auswertung sogenannter Krypto-Chat-Nachrichten, die die illegalen Geschäfte dokumentierten. Der Ver­dächtige hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert und befindet sich seit September 2022 in Untersuchungshaft.