Umweltministerin Thekla Walker hat im Neuen Schloss in Stuttgart sieben Firmen aus dem Land mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Der mit insgesamt 60 000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre an Unternehmen verliehen, die ihren Betrieb besonders ökologisch und klimaschonend ausgerichtet haben. Unter den Preisträgern ist der Gärtnerhof Jeutter in Faurndau, der in der Kategorie Handwerk gewonnen hat und der einzige Sieger aus dem Landkreis ist. Der seit 1993 verliehene Umweltpreis des Landes wird in fünf Kategorien vergeben, diesmal waren 22 Firmen nominiert.

Für umweltfreundliche Bewirtschaftung ausgezeichnet

Der Gärtnerhof Jeutter als familiengeführter Garten- und Landschaftsbaubetrieb mit 36 Mitarbeitern lege besonderen Wert auf eine umweltfreundliche Bewirtschaftung im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten, heißt es in einer Mitteilung des Umweltministeriums. Obwohl es betriebswirtschaftlich nicht von Vorteil sei, werde im Gärtnerhof fast ausschließlich von Hand gegossen. Beregnungsanlagen gibt es nicht. Das Wasser zum Gießen und für den Sanitärbetrieb des Hofs wird nachhaltig in Zisternen gesammelt. Die rein ökologischen Düngemittel werden regional beschafft, bei der Schädlingsbekämpfung kommen Schachtelhalmkonzentrate sowie Nützlinge zum Einsatz, die aus der Region stammen. Beheizt wird der Gärtnerhof mit eigenen Holzabfällen. Der Strom stammt aus der eigenen Fotovoltaikanlage, überflüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und deckt den Bedarf mehrerer Haushalte ab.

Routinen optimal geplant

Auch ein umwelt- und klimafreundlicher Transport liege dem Unternehmen am Herzen, lobt das Umweltministerium. So würden Routen optimal geplant und es werde nur ein Lastwagen pro Baustelle eingesetzt. Im Fuhrpark gebe es mehrere Elektrofahrzeuge. „Zusammenhalt und soziale Faktoren liegen dem Gärtnerhof Jeutter zudem am Herzen“, heißt es in der Mitteilung weiter. So legen die Auszubildenden einen eigenen Gemüsegarten an, dessen Ertrag zum gemeinsamen Essen verwendet wird.