Die Ende Mai geschlossene zentrale Corona-Abstrichstelle im Landkreis Göppingen in der Ulmer Straße 110 in Eislingen nimmt am Donnerstag wieder die Arbeit auf. Betrieben wird sie von der Kreisärzteschaft. Kreisärzteschaft und Gesundheitsamt stellen aufgrund der Lockerungen und der damit verbundenen steigenen Anzahl an sozialen Kontakten einen größer werdenden Bedarf an Abstrichen fest. Hinzu kommen mehr und mehr Reiserückkehrer, die Abstriche benötigen.

Göppingen

Die drei im Landkreis vorhandenen Corona-Schwerpunktpraxen führen weiterhin Abstriche durch, sollen aber durch die zentrale Stelle in Eislingen entlastet werden. Zudem sind die Schwerpunktpraxen im August wegen Urlaubs versetzt geschlossen. In jedem Fall erfolgt die Vorstellung in der zentralen Abstrichstelle ausschließlich auf Empfehlung des jeweiligen Hausarztes.

„Nachlässigkeit bei der Bevölkerung“

Das Gesundheitsamt unterstellt eine mutmaßliche „Nachlässigkeit bei der Bevölkerung“, was den Umgang mit dem Corona-Virus und den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen betrifft. Hinweise darauf hätten sich angeblich in letzter Zeit bei der Kontaktpersonenermittlung ergeben. „Es gibt keinen Anlass, nachlässig zu werden und die Abstands-, Masken- und Hygieneregeln weniger ernst zu nehmen“, so Dr. Heinz Pöhler, Leiter des Gesundheitsamtes. „Nach wie vor zirkuliert das Virus in der Bevölkerung. Wir müssen auch weiterhin davon ausgehen, dass Personen, die keine Symptome haben, das Virus in sich tragen und weiter verbreiten.“

Geislingen

Falls beispielsweise ein Verdacht auf das Corona-Virus vorliegt und ein Abstrich erfolgt ist, sollte die betroffene Person dringend ihre Kontakte reduzieren und sich entsprechend verhalten, bis der Befund vorliege. „Ich kann nur appellieren, sich trotz sommerlichen Temperaturen und Urlaubsstimmung verantwortungsbewusst zu verhalten. Der Zeitpunkt für eine Rückkehr zum Alltag ist definitiv noch nicht gekommen.“, so Dr. Pöhler.
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Kreis Göppingen