Der Dauerregen am Samstag erleichterte den Menschen in Göppingen und Umgebung die Einhaltung von strengeren Ausgangsbeschränkungen. Inzwischen sind im Freien nur noch Treffen von höchstens zwei Personen erlaubt.

Dennoch musste die Polizei bei Kontrollen eingreifen: In Göppingen wurden ein Friseurladen und ein Kosmetikstudio geschlossen, in Geislingen zwei Friseurgeschäfte. Dort lösten Polizisten am Samstagabend bei einer Schule auch eine achtköpfige Gruppe Jugendlicher auf. Sie mussten in Kleingruppen getrennt den Weg fortsetzen. Andernorts in Baden-Württemberg flüchteten 20 Gäste aus einer Pizzeria.

Am Sonntag zog es die Menschen dann bei Sonne, kühlen Temperaturen und Nordostwind verstärkt zu Aktivitäten in die Natur. Diese sind im Gegensatz zu europäischen Ländern mit echter Corona-Ausgangssperre durchaus erlaubt. Am frühen Morgen hatten sich Anhöhen wie der Göppinger Hausberg Hohenstaufen noch leicht überzuckert präsentiert. Schneereste hielten sich bis in die Nacht auf Montag hinein.

Starker Anstieg von 110 auf 185 Corona-Infizierte

Die Zahl der auf den Erreger Sars-Cov-2 positiv getesteten Menschen im Landkreis Göppingen ist von Freitag bis zum Sonntag (Stand 14.30 Uhr) von 110 auf 185 angestiegen, teilte das Gesundheitsamt mit. Von den Corona-Infizierten werden derzeit fünf stationär in den Alb-Fils-Kliniken behandelt.