Immer wieder stiegen am Samstag auf dem Göppinger Marktplatz verschiedenfarbige Luftballons in die Luft, an denen eine Karte hing mit dem Adressaten Demokratiezentrum Baden-Württemberg in Sersheim. Am „Internationalen Tag der Demokratie“, den die Vereinten Nationen (UN) seit 2007 eingerichtet haben, sollte diese Luftballonaktion in allen regionalen Anlaufstellen stattfinden. Der Absender sollte auf seine Karte schreiben, „Demokratie finde ich super, weil …“, und nimmt dann an einer Verlosung teil, vorausgesetzt, seine Karte wird gefunden und nach Sersheim geschickt.
Fünf Göppinger Jugendgemeinderäte (Maja Nörr, Nita Gashi, Jasmin Claus, Maxy Schmid und Marcus Wienecke) hatten zusammen mit Harald Maas und Doris Lidl von der regionalen Anlaufstelle die Aktion auf dem Marktplatz geplant und veranstaltet. Die jungen Leute sprachen mit den Passanten und erläuterten ihre Motive, sich für die Förderung der Demokratie einzusetzen.
Sie hatten eine Fotobox aufgebaut, an der man sich für ein Erinnerungsfoto kostenlos ablichten lassen konnte. Eingerahmt war das Farbfoto vom Text in Knallrot, „Demokratie leben! Wer, wenn nicht wir! Wann und wo, wenn nicht jetzt und hier!“ und dem Slogan „Göppingen, Ort der Vielfalt“. Denn auch die Stadt Göppingen nimmt aktiv am Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ teil, für das es bundesweit aktuell 261 Partnerschaften gibt.
Doris Lidl wies auf die verschiedenen Aktionen wie Workshops für Schulen oder Multiplikatoren-Ausbildungen für Jugendliche und Erwachsene hin. Sie sagte: „Wenn man ein Demokratiebewusstsein bei Jugendlichen stärkt, ist das die beste Prävention gegen Extremismus.“
Und Marcus Wienecke sagte dazu, „ich bin dabei“, während er für die dreijährige Klara, die bei ihrer Mutter auf dem Fahrrad sitzt, einen blauen Luftballon aufbläst. Eine Passantin kommentierte lächelnd, Demokratie fange eben klein und unten an.
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