Betrugsversuche im Kreis Göppingen: Betrüger geben sich als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus

Mit einer neuen Betrugsmasche wird versucht, Seniorinnen und Senioren kostenpflichtige Leistungen zu verkaufen.
www.imago-images.de- Betrüger rufen im Kreis Göppingen an und geben sich als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus.
- Ziel ist es, Vertrauen zu erschleichen, Daten zu erlangen und kostenpflichtige Leistungen zu verkaufen.
- Die Anrufer wirken professionell, setzen auf schnellen Entscheidungsdruck – teils mit angebotenen Hausbesuchen.
- Offiziell gilt: Pflegestützpunkte rufen nicht unangekündigt an und schließen keine kostenpflichtigen Verträge.
- Empfehlung: Keine Daten preisgeben, Gespräch beenden, Hausbesuche ablehnen und Polizei sowie Pflegestützpunkt informieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Derzeit gebe es im Kreis Göppingen Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe, bei denen die Anrufer Bürgerinnen und Bürger kontaktieren und sich fälschlicherweise als Mitarbeitende der Pflegestützpunkte ausgeben, schreibt das Göppinger Landratsamt in einer Mitteilung. Ziel dieser Täuschung sei es, Vertrauen zu erschleichen, an persönliche Daten zu gelangen oder Betroffene zu unnötigen, beziehungsweise kostenpflichtigen Leistungen zu bewegen.
Die Anrufer wirkten häufig professionell und vertrauenswürdig, gaben vor, im Rahmen der Pflegeberatung tätig zu sein, und boten vermeintliche Unterstützung bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an, beschreibt das Landratsamt. „Dabei bauen sie gezielt Druck auf und drängen auf schnelle Entscheidungen“. Möglicherweise werde auch versucht, kurzfristig Hausbesuche zu vereinbaren – offenbar mit dem Ziel, direkten Zugang zur Wohnung zu erhalten.
Drängen auf schnelle Entscheidungen
Die Pflegestützpunkte im Landkreis weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Die Pflegestützpunkte beraten Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und sind ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden tätig. Hausbesuche erfolgen nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger, transparenter Terminvereinbarung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte fordern niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge mit ihnen abzuschließen.
Betroffene sollten am Telefon gegenüber Anrufern, die sie nicht kennen, keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen machen. Auch sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden, wenn etwas ungewöhnlich erscheint. Hausbesuche sollten strikt abgelehnt werden. Auf keinen Fall solle man die Anschrift weitergeben, sofern man nicht selbst den Pflegestützpunkt angerufen und dabei um einen Hausbesuch gebeten habe, rät das Landratsamt. „Sensibilisieren Sie insbesondere ältere oder pflegebedürftige Angehörige oder Nachbarn für diese Betrugsmasche“, schreibt das Landratsamt.
Wer einen entsprechenden Anruf erhalten habe oder bereits betroffen sei, solle sich an die Polizei wenden und den zuständigen Pflegestützpunkt informieren.
Pflegestützpunkte leisten unabhängige und kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege. Sie stehen Bürgerinnen und Bürgern als verlässliche Anlaufstelle zur Seite – ohne Druck, ohne versteckte Kosten, immer transparent und unter Wahrung des Datenschutzes.
