Engpass in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Alb-Fils-Kliniken: Deren volle Auslastung führt zur Absage geplanter Behandlungen.  Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin berichtet, dass sie an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sei. „Die derzeitige Lage mit der anhaltend hohen Rate schwerstkranker Kindern und dem gleichzeitigen Personalengpass hat uns nun in der Kindermedizin an die Grenzen des Machbaren gebracht“, sagte der Medizinische Geschäftsführer Dr. Ingo Hüttner laut einer Pressemitteilung vom 13.12.2022, „was uns leider zu wenig populären Maßnahmen zwingt.“
Dazu gehören die Verlegung kranker Kinder in andere Krankenhäuser sowie die Absage von Sprechstundenterminen und geplanten Behandlungen und Operationen, etwa in der Kinderchirurgie. „Wir wissen, dass solche Absagen bei Eltern und Angehörigen auf wenig Gegenliebe treffen, bitten aber dafür um Verständnis“, so Hüttner. Denn das dadurch freiwerdende Personal werde dringend in der Versorgung der kranken Kinder benötigt.
Die Häufung an Atemwegserkrankungen gehe nun schon in die dritte Woche und ein Ende scheine nicht in Sicht. „Grippe- und RS-Viren und die von ihnen verursachten Atemwegsinfekte sind weiterhin vorherrschend und verursachen immer häufiger schwere Krankheitsverläufe, vor allem bei kleinen Kindern und Säuglingen“, so Dr. Fabian Kaßberger, der Chefarzt der Kinderklinik. Da die betroffenen Kinder eine intensive medizinische und pflegerische Betreuung benötigen, binden sie viel Personal.
Hatte der Chefarzt noch vor einer Woche erklärt, dass die angespannte Lage personell gerade noch machbar sei, so sei für ihn diese Grenzen nun überschritten: „Seit dem Nikolaustag hat sich die Situation nochmals verschärft, das Personal arbeitet nun am Anschlag.“ Die Absage von Sprechstunden und anderen geplanten Terminen sei auch für ihn aktuell die einzige Option, um den Stationsbetrieb aufrechtzuerhalten. An einem macht er allerdings keine Abstriche: „Die Notfallversorgung findet uneingeschränkt statt.“