Auch wenn Pfronstetten schon vor Jahren seine Hausaufgaben in Sachen Breitandversorgung gemacht hat, denkt man dort weiter, getreu nach dem Motto Stillstand ist Rückschritt.
In der Gemeinde sind zwischenzeitlich alle Ortsteile an eine Glaserfaser-Hauptleitung angeschlossen. In allen Ortsteilen sind gemäß dem FttC-Standard (Glasfaser bis zu den Schaltschränken)  mindestens 25 Mbit/s verfügbar. In den 2015/2016 erschlossenen Wohnbaugebieten in Pfronstetten und Tigerfeld gibt es bereits den FttB-Standard (Glasfaser bis ins Haus).
Langfristiges Ziel ist es nun, dabei denkt man an einen Zeitraum von zehn Jahren, alle Haushalte und Gewerbetreibende nach dem FttB-Standard, also direkt mit Glasfaser anzubinden. Gemeinderat Wilhelm Waidmann brachte es auf den Punkt: „Heimarbeitsqualität hängt von der Glasfaser ab“. Klar ist von vorneherein, dass dieses Unterfangen aber nicht billig wird. Für die nächsten zehn Jahre geht Bürgermeister Reinhold Teufel nach den Berechnungen der BLS (Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen  mbH und Co. KG), dem Partner der Gemeinde, von einem kommunalen Eigenanteil von rund 600 000 Euro aus.
Pfronstetten verfolgt nun eine zweigleisige Strategie, wie Bürgermeister Reinhold Teufel in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend ausführte. Zum einen  sollen bei ohnehin anstehenden Baumaßnahmen entsprechende Leitungen verlegt werden, alle übrigen Bereiche sollen eben in den nächsten zehn  Jahren nach und nach angebunden werden. So wurden beim Ausbau der südlichen Hülengasse in Pfronstetten und der Verlegung von Stromleitungen in der Kirchstraße in Huldstetten Leerrohre für die FttB-Anbindung in 2015/2016 bereits mitverlegt. Beim vom Landkreis anvisierten Ausbau der Ortsdurchfahrten in Aichelau, Geisingen und Huldstetten sei dies ebenfalls geplant, so Teufel weiter. Und schließlich gebe es im Ort eine Vielzahl von schlechten Gehwegen. Sanierungen habe die Kommune daher hier bewusst zurückgestellt um dann gleich die Leerrohre mitzuverlegen.
Alles in allem rechnet Teufel mit Kosten von rund 600 000 Euro, umgerechnet 60 000 Euro die jährlich den Haushalt belasten werden. Und auch für die Kunden kosten diese Anschlüsse Geld. Privatkunden dürften, laut Berechnungen der BLS, mit 800 Euro zur Kasse gebeten werden, beim Gewerbe liegt die Summe bei etwa 3100 Euro. „Eine Stange Geld“, wie Gemeinderat Gerd Müller betonte, aber unumgänglich, „da wir an nachfolgende Generationen denken müssen“, so Karlheinz Schultes. Für Thomas Renner ist es eine Investition in die Zukunft um zu zeigen, dass die Gemeinde, wenn schon nicht beim ÖPVN, dann aber auf der Datenautobahn etwas zu bieten habe. Der Gemeinderat segnete daraufhin einmütig das weitere Vorgehen so ab, zumal die Gemeinde auch schon von der RBS wave (Stuttgart) die Planung für den weiteren FttB-Ausbau hat erstellen lassen. Demnach kommen die zentralen Verteilstellen in Aichelau und Aichstetten zu den ehemaligen Schul- und Rathäusern, in Geisingen zum Löschwasserbehälter, in Huldstetten zum Dorfgemeinschaftshaus, in Tigerfeld zur Trafostation und in Pfronstetten zum Containerplatz im Gewerbegebiet an der B 312.