„Wer macht so etwas und warum“, fragt sich Marika Melz-Kraft, die mehrmals Kot vom Friedhof Altenstadt beseitigen lassen musste. Die eindeutig menschlichen Fäkalien befänden sich auf Sitzbänken, im Brunnen und auf Gießkannen und würden meist nachts und am Wochenende dort hinterlassen, berichtet Melz-Kraft, die bei der Geislinger Stadtverwaltung das Sachgebiet Friedhöfe leitet. Dieses Jahr sei das bereits drei Mal vorgekommen, angefangen habe es im Frühjahr 2017. „Da will uns jemand ärgern“, sagt die Sachgebietsleiterin. Auf den anderen Friedhöfen in Geislingen kämen derartige Funde nicht vor.

Jugendliche stören nachts die Ruhe

Die Zustände auf dem Friedhof Altenstadt standen jüngst im Verwaltungsausschuss und schon häufiger im Gemeinderat in der Kritik, auch weil sich Anwohner immer wieder über Jugendliche beschweren, die dort offenbar nachts die Ruhe stören. Dass man das Problem  lösen könnte, indem man den offen zugänglichen Friedhof nachts abschließt, glaubt Melz-Kraft nicht: „Wer rein will, kommt auch rein.“ Vielmehr soll eine Beleuchtung mit Bewegungsmelder, für deren Installation bereits eine Firma beauftragt wurde, den oder die Täter abschrecken.

Polizei kontrolliert

Das sei eine sinnvolle Präventionsmaßnahme, sagt Geislingens Polizeichef Jens Rügner. Er und seine Kollegen haben den Friedhof ohnehin im Fokus und kontrollieren dort häufig. Man finde immer wieder leere Flaschen und Dinge, die auf Drogenkonsum hindeuteten. „Wir haben aber noch niemanden in flagranti bei Verstößen erwischt“, sagt Rügner. Wegen Vandalismus auf dem Friedhof gebe es bislang keine Anzeigen. Man werde die Kontrollen dort aber künftig noch verstärken.