Noch sitzt nicht jeder Satz, nicht jede Szene. Aber dass das Theaterstück „Die Bierverschwörung“ die Zuschauer bei den Theaterabenden in der Böhmenkircher Gemeindehalle Anfang Januar (siehe Info) zum Lachen bringt, wird an diesem Probe-Abend Ende Dezember trotzdem schon deutlich.
Da reicht es schon, wenn Michael Penz als Säufer Willi über die Bühne torkelt. Oder wenn Stefan Reiff als Wirt Carsten Bier der Kneipe „Zum Krug“ vor Verzweiflung schier durchdreht, Carina Biegert-Gardein als Bedienung ihre trockenen Bemerkungen zündet oder Michael Nagel als Martin Remy den starken Maxe mimt.

„Richtig viele Gags“

Aber dazu kommt, dass im Drei-Akter von Matthias Loll „richtig viele Gags drin sind“, wie Daniela Röhm vor der Probe erzählt. Es sind Gags, die die Laienspieler während der Proben immer wieder aufs Neue in Gelächter ausbrechen lassen – und das, obwohl sie das Stück bereits seit Mitte September einstudieren. Seit Weihnachten tun sie das fast jeden Abend, damit die Pointen sitzen und zu richtigen Knallern werden.
„Ich find‘ das Stück überragend“, schwärmt Michael Penz. Er müsse sich zwar noch anstrengen, um seinen jeweiligen Einsatz nicht zu verpassen, „aber es macht unheimlich viel Spaß. Da werden sich bestimmt welche vor Lachen in die Hosen machen“, zeigt sich der Hobby-Schauspieler grinsend überzeugt.
Penz gehört wie Daniela Röhm bereits zu den alten Hasen im Böhmenkircher Theatergeschäft. Er spielt zum zwölften Mal mit, Röhm sogar zum 20. Mal. Die meisten anderen sind erst wenige Jahre dabei, Christina Aubele sogar das erste Mal, abgesehen von ihren Erfahrungen bei der Nachwuchs-Truppe der Laienspieler, den „Vorhangguckern“. Und das gleich mit einer Hauptrolle: Die 17-Jährige spielt die Gaunerin Britt Burger, die Carsten Bier vorgaukelt, sie komme vom Gesundheitsamt, um die hygienischen Zustände in der Kneipe zu kontrollieren.
Das versetzt sowohl den Wirt als auch seine Stammgäste Willi und Martin in helle Aufregung. Sauberkeit gehört nicht zu den Dingen, die bisher oben auf ihrer Prioritätenliste steht. Und sie wissen, wenn dem „Krug“ die Ausschank-Erlaubnis entzogen wird, steht Konkurrent Kai Pirinha (Raphael Oswald) parat, um ihn zu übernehmen.

Weiblicher Kegelclub feiert ab

Um das Chaos perfekt zu machen, taucht dann mit Florian Biegert alias Gesundheitsinspektor Dr. Riesling ein echter Kontrolleur auf – der jedoch wird für den Scharlatan gehalten, weil Polizistin Klara Korn (Tanja Knoblauch) die Gastro-Szene inzwischen vor einem Betrüger warnt. Dazwischen mischt noch Daniela Röhm als Biervertreterin Maria Kron mit, im Nebenzimmer feiern die „Rosa Pudel“, ein weiblicher Kegelclub, richtig ab, und Daniela Klamt als Tochter des Wirts, verliebt sich,
„Die Bierverschwörung“ verspricht nicht nur ein heiteres Chaos, sie entfaltet ihre Wirkung auch durch die liebevoll gestaltete Kulisse der Kneipe. „Die ist wichtig, damit die Zuschauer sofort mittendrin sind, wenn der Vorhang aufgeht“, sagt Michael Penz und präsentiert die alte Original-Zapfanlage, mit der Carsten Bier sein Bier zapfen wird, beschreibt den Spielautomaten in der Ecke, den Schrank für die Gläser und das Regal für die Alkoholika.

Pointen zünden bereits

An diesem Proben-Abend ist das alles noch nicht aufgebaut, stehen die Kostüme noch nicht fest, hat Souffleuse Teresa Filkorn vor allem im dritten Akt noch richtig viel zu tun. Und da keiner Regie führt, werden einzelne Szenen auch noch im Team besprochen und umgestellt.
Doch das sind nur noch Details – der grobe Plot sitzt und die Pointen zünden bereits jetzt. Und das auch noch für einen guten Zweck: einen Teil ihres Erlöses spenden die Laienspieler an die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“.

Die Aufführungen von „Die Bierverschwörung“ finden am Samstag, 7. Januar, um 13.30 Uhr (Karten nur an der Kasse) und um 20 Uhr in der Gemeindehalle Böhmenkirch statt (abends spielt die Original Schwäbische Trachtenkapelle Treffelhausen), sowie am Samstag, 14. Januar um 20 Uhr (mit dem Musikverein Eintracht Schnittlingen). Für die Abendveranstaltungen gibt es Restkarten im Vorverkauf unter der Telefonnummer (07332) 9 23 06 20.

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“

Helfen Mit Veranstaltungen können Sie die Projekte der diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht‘s besser“ unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.
Geldspenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden möchten oder für einzelne (bitte auf der Überweisung vermerken). Die Spendenkonten:
Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99
Volksbank Göppingen
IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00
Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG ­genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).
Projektpartner Die sechs ausgewählten  Projektpartner der diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion sind der Förderverein „Hospiz im Oberen Filstal“; Selina Schrag aus Eybach mit ihrem Hilfsprojekt für Kinder in Ruanda, die Pestalozzischule in Geislingen; der Geislinger Skatepark-Verein; der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser sowie die Fahrradwerkstatt der SAB.
Bargeld Wer eine Spende bei der GZ abgeben möchte, wird gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren. Das GZ-Team kommt gerne auch zu Ihnen, um Ihre Spende abzuholen.
Kontakt Bei allen
Fragen und Ideen zur ­GZ-Weihnachtsaktion 
„Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an die GZ-­Redaktion wenden – unter Telefon (07331) 202-42 oder per E-Mail an geislinger-zeitung.redaktion@swp.de