Frostig kalt war es am Dienstagvormittag, als sich die Vertreter der sieben Projekte zum Fototermin für die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ in der Geislinger Fußgängerzone einfanden. Traditionell erhalten die Projektpartner der Aktion vor Weihnachten eine erste Ausschüttung aus dem Spendentopf. Eigentlich ein Anlass, um mit einem Glas Sekt anzustoßen, doch im zweiten Jahr der Pandemie musste diese Tradition leider erneut ausfallen. Stattdessen also eine kurze, coronagerechte Runde an der frischen Luft.

Hervorragendes Zwischenergebnis

Doch das schmälerte weder bei Wolfgang Braig, Geschäftsführer der GEISLINGER ZEITUNG, noch bei Redaktionsleiterin ­Kathrin Bulling oder den Projektpartnern die gute Laune. Sie freuten sich miteinander, dass sich im Spendentopf inzwischen 38 793 Euro befinden – ein hervorragendes Zwischenergebnis angesichts der schwierigen Umstände.

Raum Geislingen

„Die Pandemie macht es uns leider auch im zweiten Jahr schwer“, sagte Wolfgang Braig. Benefizveranstaltungen hätten so gut wie nicht stattfinden können und auch der Geislinger Weihnachtsmarkt mit der für die Aktion zugkräftigen GZ-Tombola sei ausgefallen. Hinzu kämen die schwierige wirtschaftliche Situation für Unternehmen sowie finanzielle und private Sorgen bei vielen Menschen. „Dass trotzdem so viele auch an andere denken, denen es vielleicht noch schlechter geht und die Hilfe brauchen, das ist auch in diesem Jahr beeindruckend und freut uns enorm“, betonte Braig. „Wir danken allen herzlich für ihre Spende und hoffen, dass auch nach Weihnachten noch einiges dazukommen wird.“
Diesem Dank schlossen sich die Projektpartner aus vollem Herzen an. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung, die so wichtig für unsere Arbeit ist“, sagte Ferdinand von Degenfeld vom Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser. „Ohne Spenden hätten wir unser Haus Immenreute schließen müssen“, erklärte Sabine Reiff von den Geislinger Naturfreunden. „Dabei ist es eine Einrichtung, die vielen zugute kommt.“ Die Pandemiezeit sei für die Arbeit der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung und ihrer Fahrrad-Recycling-Werkstatt in Geislingen sehr schwierig, sagte Geschäftsführerin Karin Woyta. Von der Politik gebe es zu wenig Unterstützung, „deshalb sind wir überaus dankbar, dass wir dank der GZ-Aktion unsere Werkstatt ausstatten und gut arbeiten können.“

Wichtige Projekte

Große Probleme durch Corona erkennen auch die Vertreter der „Aktion Rückenwind“, der Bodelschwinghschule und des Carisatt-Tafelladens. Die Kinder hätten sehr unter der Zeit und den Einschränkungen gelitten, erzählte Simone Zwicker von Rückenwind. Bereits 2020 war das ökumenische Projekt von der GZ-Aktion unterstützt worden – eine wichtige Hilfe, wie Zwicker berichtete: „So konnten wir bei Problemen im Homeschooling helfen, wenn es zum Beispiel an Druckerpapier gemangelt hat.“ Ute Lindenmaier vom Freundeskreis Afghanistan berichtete, dass es trotz aller Schwierigkeiten gelinge, die Lehrkräfte in Afghanistan finanziell zu unterstützen. „Das Geld kommt an, der Austausch ist rege und wir freuen uns sehr, dass wir dazu beitragen können, die Not etwas zu lindern“, sagte sie.
Wenn Sie die GZ-Aktion noch unterstützen wollen, können Sie dies auch weiterhin sehr gerne tun. Der Spendenerlös geht ohne Abzüge an diese sieben Projekte:

Spenden kann man an...

● Der Geislinger Carisatt-Tafelladen bietet seine Waren für Menschen in Armut bewusst günstig an. Die Caritas braucht Unterstützung, um unter anderem den Fuhrpark zu finanzieren.
● Die ökumenische „Aktion ­Rückenwind“ von Diakonie und Caritas unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Sie fördert unter anderem Musik-, Sport- und Nachhilfeunterricht und finanziert zum Beispiel Schulranzen für Erstklässler.
● Die Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen ist eine wichtige Aufgabe. Beim Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser übernehmen dies Ehrenamtliche. Durch Fortbildungen sollen sie für diese Tätigkeit qualifiziert werden.
● Der Förderverein der Bodelschwinghschule in Geislingen möchte als Teil eines sonderpädagogischen Angebots eine Reittherapie zur Verfügung stellen. 34 Schülerinnen und Schüler der Schule sollen in 30 Reiteinheiten davon profitieren.
● Die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB) betreibt in Geislingen eine Fahrrad-Recycling-Werkstatt mit rund 30 langzeitarbeitslosen Menschen. Die SAB benötigt für die Arbeit Werkzeugwagen und einen E-Bike-Ständer.
● Die Ortsgruppe Geislingen des Naturfreundevereins braucht eine neue Wasserleitung, um das Haus Immenreute weiter betreiben zu können. Mit regelmäßigen Arbeitsdiensten halten die Mitglieder das Gebäude in Schuss. Um die neue Wasserleitung realisieren zu können, haben sie einen Förderverein gegründet.
● Der Freundeskreis Afghanistan unterstützt seit 40 Jahren Schulen in Afghanistan. Wegen der dortigen Machtübernahme der Taliban bekommen Lehrerinnen und Lehrer vor Ort nun kein Gehalt mehr. Deshalb hilft der Freundeskreis afghanischen Lehrkräften.

So können Sie für die GZ-Weihnachtsaktion spenden

Helfen Das Gelingen der GZ-Aktion ist  besonders von Ihrer Unterstützung abhängig. Spendenveranstaltungen sind in diesem Jahr wieder schwer möglich, aber dennoch kann zum Beispiel im Betrieb oder Verein geworben werden.
Spenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne. Wir bitten alle Spender, das Geld coronabedingt direkt auf eines unserer beiden Spendenkonten zu überweisen: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99 oder Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00. Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken). Sie können uns gerne ein Spendenfoto zuschicken, mit einer kurzen Information: An wen geht die Spende? Wie wurde die Spende eingesammelt? Wie viel Geld ist zusammengekommen? Wir werden Ihren Beitrag gerne in der GZ veröffentlichen.
Kontakt Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion
„Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich gerne an GZ-Redakteur Michael
Scheifele wenden. ­Kontakt: Telefon (07331) 202-64 oder per E-Mail: m.scheifele@swp.de