An ihrem Tag der offenen Tür hat die Längenfeldschule zum einen das Modell der Gemeinschaftsschule vorgestellt, zum anderen den möglichen Fünftklässlern und ihren Eltern das Gespräch mit Schülern und Lehrern anzubeiten. Wichtig sei es, sagte Schulleiter Max Weber, dass künftige Schüler das gesamte Angebot kennenlernen, wie auch die Räume und die Atmosphäre in der Schule. „So eine Veranstaltung unterstützt meist die Entscheidungsfindung“, weiß er.
Am Samstag kamen eher Viertklässler aus anderen Schulen und weniger Grundschüler, die bereits die Längenfeldschule besuchen. Paolo (9) etwa ist in der  Michael-Buck-Schule, Tim (9) aus einer Grundschule in einem  Ehinger Teilort. Paolo habe sich schon für den Wechsel in die Längenfeldschule entschieden,  Tim tendiert eher zur Ehinger Realschule.
Selina (10) ist in der vierten Klasse der Grundschule in Kirchen. Sie war mit Mama Iris und ihrer Schwester Julia beim Tag der offenen Tür, weil Julia dort bereits die Lerngruppe sieben  besucht. „Ich habe mich hier vom ersten Tag an wohl gefühlt. Hier ist es klasse“, sagte sie. Oli (11) ist seit der ersten Klasse in der Längenfeldschule, und jetzt in der Lerngrupe 5.1 „Hier ist es so cool. Und ich habe die beste Lehrerin der Welt“, befand er.

Experimente und Aktionen

Die Besucher lernten das Ganztagesgebäude mit Mediathek, Schülertreff und Aktivraum kenne, auch die Lernateliers und Experimente in Physik und Chemie. Zudem gab es Mitmach-Aktionen in Biologie und Technik. Wer wollte, konnte mit Eltern von Längenfeldschülern ins Gespräch kommen oder es sich bei einer Tasse Kaffee und Kuchen gemütlich machen.
Die Gemeinschaftsschule laufe mit derzeit 270 Schülern stabil zweizügig, sagte Schulleiter  Weber. Zusammen mit der Grundschule zählt die Längenfeldschule 550 Schüler.
Parallel hatten auch das Kolleg St. Josef und die Franz-von- Sales-Jungenrealschule zum Tag der offenen Tür eingeladen. Es wuselte vor Besuchern. Zumal auch viele Schüler der Jugendrealschule und Internatsschüler vor Ort waren. Nach dem Gottesdienst erläuterte Direktor Johannes Krickl das Marchtaler Grundprinzip mit dem Slogan „Mit Kopf, Herz und Hand“. Wie er mitteilte, gehören der Jungenrealschule 165 Schüler an, im Internat sind es 50, davon gehen 16 ausländische Schüler auf Ehinger Gymnasien. Zudem warb er für den Schülerhort, den Kinder aus anderen Schulen besuchen können, mit Mittagstisch und zweistündiger Lern- und Hausaufgabenbetreuung.
Krickl präsentierte das schulische Angebot, zudem die Interessengemeinschaften mit Theater, Fitness, Kastenband und mehr. Für die Internatsgäste und Tagesschüler gebe es an 15 Wochenenden ein interessantes Freizeitprogramm. „Sie sehen, wir sind ein sehr lebendiges Haus, das die Schüler mit Kopf, Herz und Hand begleitet“, betonte der Direktor.

Keine zickenden Mädchen

Danach gab es geführte Rundgänge durch beide Einrichtungen, bei einer Fotoschau und bei fertigen Projekten wurde gezeigt, was im Kolleg St. Josef und in der Jungendrealschule alles läuft, die Mitmach-Aktionen der Schulgemeinschaft wurden gut angenommen, auch ein Mittagstisch, ein Crêpes-Stand sowie Kaffee und Kuchen waren für die Besucher angeboten. Auf die Frage an einige Schüler, warum sie sich für die Jungendrealschule entschieden haben, kam es wie aus der Pistole geschossen: „Hier sind keine Mädchen, und das ist gut so. Die zicken eh immer.“