In der Ortschaftsratssitzung haben Ortsvorsteher Georg Baur und die Räte die Ziele für das Jahr 2017 definiert. Anhand des Haushaltsplans der Gemeinde Obermarchtal sei festgestellt worden, dass die erforderlichen Mittel für diese Vorhaben bereitgestellt werden, wie Baur berichtet. Der Bau des Hochbehälters sei durch das Engagement der Firma Fritschle und aufgrund der günstigen Wetterlage bis Dezember zügig vorangeschritten. Ferner berichtete er von einer zurückgezogenen beschränkten Ausschreibung und einer öffentlichen Ausschreibung, die zu einer Kostenersparnis bei den Fliesenarbeiten von rund 25 000 Euro geführt habe.
Die Gemeinde Obermarchtal nimmt mit anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Munderkingen an einer gemeinsamen Ausschreibung zur Erneuerung und Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED teil. Gemäß dem vorgestellten „Lampenplan“ seien für den Ort Reutlingendorf 18 Leuchten zu beschaffen, neun davon für das neu erschlossene Baugebiet. Um eventuelle Haftungsansprüche auszuschließen versprach Baur alles dafür zu tun, dass das Baugebiet und die für den öffentlichen Verkehr freigegebene Straße bis zum Frühlingsfest ausgeleuchtet wird.
Der Ortschaftsrat erklärte sich bereit ein neues Feldkreuz beim Hochbehälter in Eigenregie aufzustellen. Das alte Kreuz kann nicht mehr renoviert werden. Die Materialkosten übernimmt die Gemeinde.
Für den Breitbandausbau sind 650 000 Euro im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt. Zuschüsse sind über den Ausgleichstock und die Fachförderung zu erwarten. Baur bedauerte, dass derzeit im gesamten ländlichen Raum für den Breitbandausbau die Ausgleichstockförderung für diesen Zweck genutzt werden muss. Andere wichtige Projekte könnten deshalb nicht realisiert werden oder müssten nach hinten verschoben werden. „Der Ausgleichstock ist jetzt der Opferstock für die politische Entscheidung, die Kommunikationsinfrastruktur zu privatisieren.“
Der Ortsvorsteher sagte auch, dass in Obermarchtal die Telekom mit der Technik „Vectoring“ den Ausbau des Backbone-Netzes torpediere. Es sei geplant, Reutlingendorf aufgrund einer Mitverlegung von Leerrohren bei einem Bauvorhaben der Firma NGN mit Glasfaser zu versorgen. Die Tatsache, dass NGN noch keine konkreten Pläne vorgelegt habe, lasse befürchten, dass das Dorf auch noch 2017 im „Lowspeed-Modus“ unterwegs ist.