Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ob ein Streit auch über den Standort des Geschmacks gerechtfertigt ist, weiß der Volksmund nicht. Um einen eben solchen Streit ging es aber am Samstagnachmittag in einem Einkaufsmarkt in der Carl-Benz-Straße in Munderkingen. Am Ende hatte ein Mann Hausverbot – und die Polizei musste dieses durchsetzen.
Doch der Reihe nach. Wie die Polizei berichtet, war ein 49-Jähriger am Samstag gegen 13.15 Uhr in dem Markt unterwegs. Dort stellte er aus seiner Sicht untragbare Zustände fest: Die von ihm favorisierte Getränkemarke war ganz unten einsortiert. Für den Kunden ein Anlass, seinen Unmut einem Mitarbeiter mitzuteilen. Denn die Sortierung habe zur Folge, dass er zunächst andere Sorten beiseite stellen müsse, um in den Genuss seines Lieblingsgetränks zu kommen.

Am Ende gab‘s ein Hausverbot

„Aus ganz offensichtlich falsch verstandenem Kundenverständnis“, so schreibt es die Polizei, habe der Mann diesen Umstand als berechtigten Grund erachtet, sich zu beschweren. „Unüberbrückbare Differenzen“ hätten dann dazu geführt, dass sich der Kunde und der Mitarbeiter nicht einig wurden. Offenbar benahm sich der 49-Jährige im Verlauf des Disputs derart daneben, dass der Mitarbeiter ein Hausverbot aussprach.
Das wollt der Kunde nicht akzeptieren: „Erst im Beisein der Beamten des Polizeireviers Ehingen verließ der Beschwerdeführer schlussendlich, wohl ein letztes Mal, den Einkaufsmarkt“, endet der Fall bei der Polizei.