Wieder rufen falsche Polizisten in der Region Ehingen an und versuchen, Menschen um Geld zu bringen. Zwei Anrufe hat es am Dienstag in Ehingen gegeben, weitere 14 Anrufe waren es in der Region zwischen Ulm, Blaubeuren, der Laichinger Alb und Dietenheim. Kurz nach 10 Uhr habe die Anrufwelle begonnen, berichtet Bernd Kurz von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Ulm. Es sei nicht auszuschließen, dass es weitere Anrufe gab. Die Angerufenen handelten richtig, beendeten das Telefonat sofort und verständigten die „richtige“ Polizei unter Telefon 110.

Oft unterdrückte Nummer

Oft rufen die Unbekannten mit unterdrückter Rufnummer bei Seniorinnen und Senioren an, berichtet die Polizei. Sie geben sich dabei als Polizisten oder andere Amtspersonen aus – und sie gaukeln oft vor, dass Geld und Wertsachen weder zu Hause noch auf der Bank sicher seien. Daraufhin kündigen sie an, einen Polizisten in Zivilkleidung oder einen Kurier vorbeizuschicken, der Wertsachen zur sicheren Verwahrung abholt. Tatsache ist: Die Polizei werde niemals dazu auffordern, Bargeld oder Wertsachen zur sicheren Verwahrung oder Ähnliches zu übergeben. Auch werde die „echte“ Polizei niemals dazu aufrufen, Wertgegenstände auf Parkbänken und sonstigen Orten zu hinterlegen.

Sofort auflegen

Die Polizei rät Senioren, dass sie niemals unter der Polizeinotrufnummer angerufen werden. „Das machen nur Betrüger“, schreibt die Polizei. Wenn Senioren unsicher seien, sollten sie selbst die Nummer 110 wählen und sich rückversichern. „Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!“, rät die Polizei. Man solle auflegen, wenn man nicht sicher sei, wer anrufe und wenn man sich unter Druck gesetzt fühle. Außerdem: „Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse! Und übergeben Sie niemals Geld, auch nicht an der Haustür.“ Man solle eine Vertrauensperson hinzuziehen oder gleich über den Notruf 110 die richtige Polizei verständigen.