Etliche Menschen drängen sich am Freitagnachmittag in der Turn- und Festhalle Brettheim. Es ist weder Sport noch eine andere unterhaltsame Veranstaltung, die sie zwischen den Jahren dorthin lockt. Sie wollen etwas Gutes tun für Kranke und Verletzte. Anonym und ohne Bezahlung retten sie Leben, indem sie Blut spenden, das eben noch nicht künstlich hergestellt werden kann und dringend auch zu den Festtagen gebraucht wird.
„Es ist die einzige Blutspendeaktion im Landkreis zwischen Weihnachten und Neujahr“, erklärt Jörg Deuser vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Deshalb kämen die Ehrenamtlichen für den kleinen Pieks nicht nur aus Rot am See, Blaufelden oder Wallhausen. Auch aus Crailsheim, Frankenhardt, ja sogar aus Schwäbisch Hall, Ilshofen oder Rothenburg sind sie eigens angereist, um 500 Milliliter ihres Lebenssaftes für andere zu geben. „Das Angebot hier wird jedes Jahr immer wieder gerne angenommen“, weiß der Fachmann.
Blutspenden in Brettheim

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Weil die Nachfrage so groß ist, stehen auch zwei Laster des Blutspendedienstes vor der Halle, sind zwei Spendeteams im Einsatz, um den Ansturm bewältigen zu können. Von 13.30 bis 19.30 Uhr sind es am Ende rund 330 Ehrenamtliche, die gekommen sind.
Christine Stickel, Leiterin der örtlichen DRK-Bereitschaft, erinnert sich daran, dass es schon in der Vergangenheit Termine gegeben hat, an denen 500 Spender gekommen sind.
„Da haben wir noch um halb drei angefangen, dann haben wir aber den Beginn auf halb zwei gelegt“, berichtet sie. Die Freiwilligen seien aber auch einmal bereit, wenn sie an einer Station einmal eine halbe Stunde warten müssten. 30 ehrenamtliche Helfer ihrer und der Bereitschaft Wallhausen sind – neben den Mitarbeitern des Blutspendediensts – im Einsatz, um die Besucher zu umsorgen. „Da wir immer den fixen Termin haben, ist das mit den Helfern auch kein Problem“, so Stickel.
Dazu ist auch noch der örtliche Landfrauenverein in der Halle. Kostenlos stärken sich die Freiwilligen nach ihrer Spende dort mit Wurstsalat oder Kuchen. Es gibt aber auch – immer um die Weihnachtszeit – ein kleines Präsent vom DRK. „Diesmal ist es eine Thermoskanne“, berichtet die Bereitschaftsleiterin. Natürlich strahlt das Metall in blutroter Farbe.

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