Nicht nur sportlich geht es bei den Sportfreunden Leukershausen-Mariäkappel voran, die seit drei Jahren nun schon in der Fußball-Bezirksliga spielen und auch in dieser Saison den Klassenerhalt feiern durften, sondern auch bei der Infrastruktur tut sich auf dem Sportgelände in Wüstenau einiges. Bereits vor knapp zehn Jahren wurde der neue Kabinentrakt hinter dem Vereinsheim in Eigenleistung erstellt. Bis dahin hatten sich die Spieler in der Turnhalle in Haselhof umziehen und dann zum Sportplatz fahren müssen.

Sanierung war schon länger geplant

Und nun erstrahlt nach grundlegender Renovierung auch das in die Jahre gekommene Vereinsheim in neuem Glanz. „Das Vereinsheim stand lange Zeit leer, und es hatten sich bereits Wasserflecken im Inneren gebildet. Wir hatten die Sanierung deshalb schon länger geplant. Und wegen Corona hatten wir dann auch die Zeit und Möglichkeit dazu“, erzählt Günter Karger, Vorsitzender des Kreßberger Vereins.
Beinahe ein halbes Jahr lang wurde alles in ehrenamtlicher Arbeit grundlegend saniert. „Nur noch die rund 45 Jahre alte Hütte als Außenfassade ist übrig geblieben, der Rest ist fast alles neu – bis auf die Sanitäranlagen, die haben wir schon vor rund vier Jahren erneuert.“

Kompletten Boden aufgerissen und erneuert

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass die Küche einen neuen Platz gefunden hat und der Gastraum dadurch um einiges geräumiger geworden ist. Der alte Bretterboden wurde neu gemacht. „Das war eigentlich gar nicht so geplant, aber bei der alten Verbretterung war alles morsch vom Grundwasser. Wir mussten deshalb den kompletten Boden aufreißen und erneuern“, erzählt Philipp Geymann, der sich um das Organisatorische rund um den Bau kümmerte und die Heizung einbaute. Auch die Decke ist neu.
Aber nicht nur die neue Einbauküche ist ein Blickfang, auch die moderne Einrichtung ist einladend gestaltet. Ganz besonders lädt der von Vereinsmitglied Jürgen Rupprecht selbst geschreinerte Stammtisch mit seinen Polsterstühlen zum Verweilen ein. Er gleicht inzwischen beinahe einer VIP-Lounge in einem Bundesligastadion.

Der ganze Umbau in Eigenleistung

Im September 2021 war Baustart, nach rund fünf Monaten war alles in Eigenleistung fertig. Fast jeden Tag waren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf dem Bau im Einsatz. So beschränkten sich die Kosten auf rund 6000 Euro für das Material. Ein großer Teil davon wurde zudem von umliegenden Firmen wie beispielsweise Lerner und Wolz gespendet. Unter der Gesamtkoordination von David Greb haben zahlreiche Vereinsmitglieder, allen voran Thomas Bierlein und Karl Geymann, Hand angelegt; um ein wahres Schmuckstück aus der alten Bretterbude zu zaubern.

Bisheriger Lagerraum wird zum Grillanbau

Und schon steht ein weiteres Projekt an: Bisher wurden Speisen und Getränke zu den Heimspielen aus der Garage heraus verkauft. Das soll sich nun ändern, und zwar soll der Raum für das Getränkelager zum Grillanbau umgebaut werden. Sobald alles fertig ist, wird die Vereinsheimsanierung mit einem großen Fest gefeiert.
Bewirtet wird das Klubhaus übrigens von der Fußballabteilung. Außer bei den Heimspielen soll zukünftig auch Freitagabends zum Training das Vereinsheim geöffnet werden. Da wird es dann Kleinigkeiten zum Essen geben. „Wir haben ein festes Team von fünf, sechs Personen, die da mitmachen.“ Das Vereinsheim kann man übrigens für Veranstaltungen auch mieten.

Sportplatz in schlechtem Zustand

Ärgerlich ist allerdings, dass schon seit der Winterpause keine Heimspiele mehr auf dem Fußballplatz neben dem Vereinsheim ausgetragen werden konnten, sondern auf andere Plätze in Marktlustenau, Waldtann oder Satteldorf ausgewichen werden musste. Der Sportplatz ist in einem sehr schlechten Zustand und keinesfalls bezirksligatauglich.
Doch auch dieses Problem soll gelöst werden. Geplant ist eine Grundsanierung des Fußballplatzes. Dabei sollen dann auch die knapp vier Meter Gefälle von einem Tor zum anderen ausgeglichen werden. Ende August schon könnten die Bagger anrollen und dann kann erst zur übernächsten Saison der Ball wieder in Wüstenau rollen. „Der Platz ist nicht nur sehr uneben, sondern wird bei Trockenheit schnell hart und bei Nässe sehr rutschig“, erklärt Spielleiter Christian Reuter.
Während der Sanierung fallen alle Einnahmen im Vereinsheim weg. Es entstehen sogar zusätzliche Kosten für Platzmiete, „aber das müssen wir jetzt einfach durchziehen“.

Neuer Sportplatz kostet 135 000 Euro

Die Neuanlage des Sportplatzes kostet knapp 135 000 Euro. Um dies finanzieren zu können, setzt der Verein neben den möglichen Zuschüssen der Gemeinde (30 000 Euro) und des WLSB (rund 30 Prozent) auf ein Crowdfounding, das die VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl mit fünf Euro pro Spende unterstützt. „Wir sind auf einem guten Weg, unser Ziel von 8000 Euro dadurch zu erreichen“, berichtet Reuter, der zudem auch noch eine neue Flutlichtanlage geplant hat. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
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