Das Motiv für die Gewalttat im fränkischen Weisendorf bei Erlangen, bei der eine 14-Jährige getötet und deren Mutter schwer verletzt wurde, ist weiter unklar. Neben dem tatverdächtigen Bruder des Mädchens verweigern auch die Mutter und der Vater die Aussage, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montag sagte.

Obduktion ergibt: Stiche in Kopf und Oberkörper

Der 17-Jährige steht im Verdacht, seine Schwester am 6. Januar in Weisendorf bei Erlangen getötet zu haben. Auch seine Mutter soll er angegriffen und dabei schwer verletzt haben. Als Tatwaffe vermuten die Ermittler ein Messer. Eine Obduktion des Mädchens hatte ergeben, dass es infolge mehrerer Stichverletzungen in Kopf und Oberkörper gestorben ist.
Polizisten hatten nach Hinweisen von Zeugen auf Schreie in dem Haus die Leiche der 14-Jährigen gefunden und außerhalb des Hauses die schwer verletzte 41 Jahre alte Mutter entdeckt. In der Nähe des Tatorts nahmen sie den Jugendlichen fest. Er sitzt in Untersuchungshaft und macht keine Angaben.

Pfarrer: Frage nach dem Warum bleibt stehen

Karl-Heinz Hertlein (CSU), der Bürgermeister des Marktes mit knapp 7000 Einwohnern, sprach laut Süddeutscher Zeitung von „der Unergründbarkeit“, die dem Geschehenen innewohnt: „Es folgt keiner Logik, keiner Rationalität und keinem normalen Handeln.“ Johannes Saffer, Pfarrer im katholischen Pfarramt St. Josef in Weisendorf, sagte, der Glaube könne den Trauernden Halt geben. Er sagte aber auch: „Der Glaube gibt keine Antwort auf die Frage: Warum? Die bleibt stehen.“