Ein Virus legt Deutschland lahm. Geschlossene Läden, abgesagte Veranstaltungen, Kontaktsperren. Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Und es kommt vielleicht noch schlimmer. Denn Experten warnen bereits vor dem nächsten Erreger: Legionellen.

Coronavirus begünstigt Comeback der Legionellen

Die kleinen Bakterien gelten in Deutschland bislang als weitgehend unter Kontrolle. Nun könnten sie ihr ungebetenes Comeback feiern. Der Grund: Legionellen fühlen sich in Wasserleitungen wohl. Besonders, wenn das Wasser nicht fließt. Und momentan fließt es vielerorts nicht. Etwa in Hotels, Schulen und Geschäften, die wegen der Corona-Regeln geschlossen haben müssen.

Legionellen: Männer infizieren sich 2-3 Mal häufiger als Frauen

Sind die Legionellen erst einmal da, kann es schnell ungemütlich werden: Die Bakterien können die sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Verläuft die schwer, entwickelt sich daraus meist eine Lungenentzündung.
Zur Risikogruppe gehören Raucher, chronisch Kranke und ältere Menschen – vor allem Männer. Die infizieren sich im Schnitt 2-3 Mal häufiger als Frauen. Jedoch verläuft eine Infektion in 90 Prozent der Fälle ohne Symptome.

So besiegt man Legionellen

Lungenentzündungen, ältere Menschen in der Risikogruppe: Das alles klingt verdammt nach Corona. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Beim Coronavirus wissen die Forscher nicht, wie es einzudämmen ist. Bei Legionellen schon.
Die Bakterien können sich kaum vermehren, wenn Wasser fließt. Zudem sterben sie bei 65 Grad ab. Experten raten daher, mindestens alle 72 Stunden Wasser abzulassen. Ist das nicht möglich, sollte man den Hahn mehrere Minuten laufen lassen, bevor man das nächste Mal Wasser nutzt.