Ein 19-jähriger Mann aus dem Zollernalbkreis und sein um zwei Jahre älterer Freund aus dem Landkreis Böblingen stehen in dringendem Verdacht, in den vergangenen Wochen und Monaten mindestens sieben Brandstiftungen begangen zu haben. Zweimal brannte es auch in Burladingen.
Die Brandstiftungsserie begann bereits im Oktober 2017. Seit dieser Zeit kam es in Jettingen zu mehreren Brandstiftungen.
Landwirtschaftliche Schuppen wie auch ein großes Strohballenlager gingen dabei in Flammen auf.
In Burladingen brannten vor wenigen Wochen ein Mülleimer wie auch Kartonagen im Anlieferungsbereich eines Drogeriemarktes. Der Brand beim Drogeriemarkt in Burladingen allein sorgte für einen Schaden im fünfstelligen Bereich, insgesamt beläuft sich die Schadenssumme auf mehr als 200 000 Euro.
Im Laufe der gemeinsamen Ermittlungen Kriminalpolizeien Balingen und Böblingen verdichteten sich die Hinweise, dass der im Zollernalbkreis wohnhafte Mann wie auch sein Bekannter aus dem Böblinger Raum mit den Taten in Verbindung stehen könnte.
Das Kriminalkommissariat Balingen richtete daraufhin eine Ermittlungsgruppe ein und führte in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hechingen gezielte Ermittlungen gegen 19-Jährigen durch.
Nach einem erneuten Brand in Jettingen in den Nachtstunden vom 5. auf den 6. Oktober, bei dem ein Reiterhof betroffen war, nahmen Beamte des Polizeireviers Herrenberg den im dortigen Bereich wohnhaften 21-Jährigen vorläufig fest.
Bei einer Folgeaktion waren auch die Balinger Ermittler erfolgreich: in Burladingen konnten sie den zweiten Tatverdächtigen dingfest machen.
Bei der vom Amtsgericht Hechingen angeordneten Wohnungsdurchsuchung wurden die Beamten fündig und stellten etliche Beweismittel sicher. Diese müssen noch ausgewertet werden.
In seiner Vernehmung gab der in Burladingen festgenommene Mann zu, bei insgesamt sieben Brandstiftungen beteiligt gewesen zu sein. Auch sein mutmaßlicher Mittäter gestand, an mehreren Bränden mitgewirkt zu haben. Die genauen Umstände müssen noch geklärt werden.
Nach der Vorführung beim zuständigen Haftrichter kamen die beiden dringend Tatverdächigen in Untersuchungshaft.